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Bewerbungen für Doris-Janssen-Reschke-Preis starten

Die Diakoniestiftung in der Region Osnabrück schreibt erneut den Doris-Janssen-Reschke-Preis aus. Kirchengemeinden, Gruppen und Einrichtungen können sich bis zum 15. April mit besonderen diakonischen Projekten bewerben, wie die Stiftung am Montag mitteilte. Diese sollten hauptsächlich von Ehrenamtlichen getragen werden. Die nach der ehemaligen Osnabrücker Regionalbischöfin benannte Auszeichnung ist mit insgesamt 3.500 Euro dotiert.

In der Vergangenheit wurden etwa ein Café für alleinstehende Frauen, eine Suppenküche und Weihnachtsfeiern für Obdachlose geehrt. Mit dem Preis würdigt die Diakoniestiftung den Angaben zufolge seit 2020 alle zwei Jahre nachahmenswerte diakonische Projekte in der Region. Er soll an die ehemalige Landessuperintendentin Doris Janssen-Reschke (1944-2008) erinnern. Sie habe eindeutige Positionen zugunsten der Schwachen in der Gesellschaft bezogen und sich dabei in Konflikten nicht vor deutlichen Worten gescheut.

Janssen-Reschke leitete von 1998 bis 2007 den Kirchensprengel Osnabrück und war damit die erste Regionalbischöfin der hannoverschen Landeskirche. Zuvor war sie bereits eine der ersten Frauen in einem Pfarramt der Landeskirche gewesen. Sie galt als offen, direkt und kritisch. Janssen-Reschke starb 2008 nur ein Jahr nach ihrem Eintritt in den Ruhestand.