Bei Weltsynode Differenzen über sexuelle Minderheiten

Bei der im Vatikan tagenden Weltsynode gibt es offenbar deutliche Meinungsverschiedenheiten über den Umgang mit sexuellen Minderheiten. Beim Medienbriefing über den Synodenverlauf sagte der lettische Erzbischof Zbignev Stankevics am Mittwoch, über die Frage sei debattiert worden; es werde aber frühestens bei der zweiten Synodenrunde eine Entscheidung fallen.

Stankevics betonte, dass er selbst seine Haltung im persönlichen Umgang mit Homosexuellen geändert habe. Seit Papst Franziskus gesagt habe, dass er Schwule nicht verurteile, habe auch er seinen persönlichen Umgang geändert. Dennoch gelte in der Frage der Segnung von Homosexuellen, die von manchen Synodenteilnehmern befürwortet wird, weiter die Lehre der Kirche, wie sie im Katechismus steht.

Daher bleibe jeglicher Sex außerhalb der Ehe Sünde, betonte der Erzbischof. „Ich kann einen homosexuellen Menschen segnen; aber wenn ich zwei Männer segnen würde, die sagen, dass sie wie Ehegatten zusammenleben, wäre eine Segnung ein großes Problem – denn das bedeutet, dass sie in Sünde leben.“

Wenn der Papst sage – so wie beim Weltjugendtag in Lissabon -, dass die Kirche offen sein müsse für alle, bedeute das, dass die Kirche auch alle Sünder annehme und ihre Menschenwürde respektiere. Aber sie müsse dies unter Beachtung der Wahrheit tun, so der Rigaer Erzbischof.