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Behrens: Missbrauch von Feuerwerk konsequent bestrafen

Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) hat sich bei allen Einsatzkräften der Silvesternacht bedankt und zugleich Strafen für den Missbrauch von Feuerwerkskörpern gefordert. Es gebe leider noch zu viele Personen, die meinten, dass sie Pyrotechnik und Gewalt gegen die Menschen einsetzen könnten, die sie schützten, sagte Behrens am Freitag in Hannover: „Das ist absolut inakzeptabel, und es ist wichtig, dass diese Personen schnell und konsequent für ihre Taten bestraft werden.“ Der Rechtsstaat müsse hier klare Kante zeigen.

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste hätten auch diesmal wieder zahlreiche herausfordernde und riskante Einsätze bewältigen müssen, sagte Behrens. Die überwältigende Mehrheit der Menschen in Niedersachsen habe das neue Jahr aber friedlich begrüßt, betonte sie. Vielerorts hätten die Konzepte von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Kommunen gut funktioniert.

Wie in der vergangenen Silvesternacht 2024/2025 seien insgesamt erneut etwa 2.000 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz gewesen. Die Einsätze seien kräfte- und einsatzintensiv, aber weitestgehend störungsfrei verlaufen, hieß es. Es seien insgesamt 519 Ermittlungsverfahren eingeleitet worden – etwa wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung sowie Branddelikten. Die Gesamtzahl der Einsätze sei deutlich gesunken: von 1.527 in der Silvesternacht 2024/2025 auf 863 beim jüngsten Jahreswechsel.

In 31 Fällen wurden Angriffe auf Einsatzkräfte verzeichnet, bei denen es acht Verletzte gab. Im Vorjahr waren es noch 41 Fälle und 16 Verletzte. Durch gezielten Beschuss mit Feuerwerkskörpern seien Verletzungen in Form von Knalltraumata, einem kurzfristigen Hörverlust und einer Brandwunde bei der Polizei entstanden. Ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes verdrehte sich im Zuge eines Einsatzes durch Fremdeinwirkung das Knie. Feuerwehrkräfte blieben in diesem Jahr unverletzt.