Im Rostocker Max-Samuel-Haus

Ausstellung zeigt „Synagogen in Mecklenburg“

16 Gebäude sind in Mecklenburg-Vorpommern erhalten. Doch nicht in allen einstigen Synagogen sind heute noch jüdische Gemeinden zuhause, wie die Schau zeigt.

Ein Fenster in der neuen Synagoge von Schwerin

Rostock. Mit der Sonderausstellung „Synagogen in Mecklenburg“ hat das Rostocker Max-Samuel-Haus nach der coronabedingten Schließung seine Räumlichkeiten wieder für Besucher geöffnet. Ursprünglich sollte die Schau bereits ab 4. November 2020 präsentiert werden, wie das Max-Samuel-Haus mitteilt. Die Ausstellung werfe einen Blick auf diese weithin unbekannten Bauten, hieß es. Sie dienten als jüdische Gebetsstätte und Versammlungshaus. In Mecklenburg sind 15 Synagogengebäude erhalten, in Vorpommern eines.

Die Ausstellung dokumentiert die unterschiedlichen baulichen Zustände der Synagogengebäude: Zwei sind neu, einige gut restauriert, andere baulich stark gefährdet. In Boizenburg, Dargun, Goldberg, Hagenow, Krakow am See, Röbel, Rostock, Schwerin und Stavenhagen sind sie öffentlich zugänglich. Gezeigt werden unterschiedliche Bautypen. Zudem werden Funktion, Form und Bedeutung erklärt, etwa anhand von liturgischem Gerät, Modellen, Plänen und Bildern. Mit der Präsentation solle zum Besuch der Synagogen ermuntert werden, hieß es.

Katholiken in Synagoge

„Nicht alle etwa 40 israelitischen Gemeinden, die Mitte des 19. Jahrhunderts existierten, konnten eine eigene Synagoge unterhalten“, hieß es. In Vorpommern gab es Synagogen an elf Orten, von denen heute drei zu Polen gehören. In Mecklenburg dienen heute zwei Synagogen in Rostock und Schwerin Juden als Bet- und Versammlungshäuser. Sieben einstige Synagogen sind jetzt Kirchen, Bildungs- oder Kulturstätten. Beispielsweise nutzt die katholische Kirche die einstige Synagoge in Goldberg im Kreis Ludwigslust-Parchim für ihre Gottesdienste, und die freikirchliche Gemeinde der Baptisten feiert Gottesdienste in der früheren Synagoge in Dargun im Kreis Mecklenburgische Seenplatte. (epd)

Info
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10 bis 16 Uhr und nach Absprache Es wird gebeten, Masken zu tragen, die Abstandsregeln einzuhalten und auf die Händedesinfektion zu achten. Die Dauer der Ausstellung steht noch nicht fest.

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