Die Tourismusbranche in Baden-Württemberg hat im Jahr 2025 mehr Auszubildende beschäftigt als im Vorjahr. Insgesamt befanden sich rund 7.220 junge Menschen in einer Ausbildung im Gastgewerbe oder in der Reisebranche, wie der Industrie- und Handelskammertag am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Das entspreche einer Steigerung um etwa ein Prozent. Damit widersetze sich die Branche dem allgemeinen Abwärtstrend auf dem Ausbildungsmarkt im Land, wo die Zahl der neuen Verträge um 6,3 Prozent zurückgegangen sei, hieß es weiter.
Die meisten Auszubildenden gab es zuletzt bei den Köchen (2.240), gefolgt von den Hotelfachleuten (über 1.720) und den Fachleuten für Restaurants und Veranstaltungsgastronomie (rund 1.170). Eine steigende Nachfrage verzeichnet die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft Küche mit einem Zuwachs von 21 Prozent bei den neuen Verträgen.
Laut Dehoga-Landesvorsitzendem Hans-Ulrich Kauderer gewinnen die kürzeren Ausbildungen an Bedeutung, weil sie attraktive Einstiege für internationale Bewerber ermöglichten. „Diese Berufe bieten einen schnellen Zugang zum Arbeitsmarkt und eröffnen Perspektiven für eine langfristige Karriere in Deutschland“, sagte Kauderer. Mit mehr als 60 Millionen Übernachtungen pro Jahr gehört der Tourismus zu den wichtigen Wirtschaftsfaktoren in Baden-Württemberg. (0178/22.01.2026)