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Ängste, Depressionen und Essstörungen bei Teenagern haben zugenommen

Die Krankenkasse DAK-Gesundheit hat eine Offensive für die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland gefordert. Der aktuelle DAK-Kinder- und Jugendreport habe einen starken Anstieg von Angststörungen, Depressionen und Essstörungen aufgezeigt, sagte ein Sprecher am Donnerstag in Magdeburg. So hätten sich in Sachsen-Anhalt Essstörungen bei Mädchen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren von 2019 bis 2024 verdoppelt. Im Bundesvergleich habe das Land damit die größte Häufigkeit von Essstörungen bei jugendlichen Mädchen: 23,5 je 1.000 Mädchen.

„Auch bei Angststörungen und Depressionen sind in Sachsen-Anhalt hohe Behandlungszahlen zu verzeichnen“, sagte DAK-Landeschef Steffen Meyrich. Demnach hätten 2024 in Sachsen-Anhalt rund 1.700 jugendliche Mädchen mit einer Angststörung und rund 2.100 junge Frauen mit Depressionen behandelt werden müssen. Im Vergleich von fünf Jahren seien
Angststörungen somit um 21 Prozent und Depressionen um 46 Prozent angestiegen.

Laut DAK-Report seien diese psychischen Erkrankungen eine Folge der Corona-Pandemie und anhaltender Krisen bei jungen Menschen. Die Auswertungen zeigten, „dass psychische Probleme viele junge Menschen in Sachsen-Anhalt inzwischen dauerhaft begleiten – vor allem Mädchen“, ergänzte Meyrich.