HANNOVER – Die Forderung der Arbeitgeberverbände, den Acht-Stunden-Arbeitstag abzuschaffen, stößt in der evangelischen Kirche auf Ablehnung. „Wenn dieses Schutzrecht ausgehöhlt wird, ist der Willkür Tür und Tor geöffnet“, sagte Gerda Egbers vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) in Hannover. „Nach acht Stunden ist man platt und kann auch keine gute Arbeit mehr abliefern.“ Auf Dauer länger zu arbeiten, gehe gesundheitlich an die Substanz, vor allem bei Älteren, betonte die Expertin. Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hatte vorgeschlagen, das Arbeitszeitgesetz von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit umzustellen. Das schaffe mehr Spielräume für Unternehmen. epd
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