150.000 Menschen haben die Gemeinderäte gewählt

Die neu gewählten Leitungsgremien sind für sechs Jahre gewählt. Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt hat am Wahltag eine Dankestour gestartet.

Kühnbaum-Schmidt im Wahllokal, verteilt kleine Pakete an Helfer, die am Tisch sitzen
Kühnbaum-Schmidt im Wahllokal, verteilt kleine Pakete an Helfer, die am Tisch sitzen

Schwerin. An der Kirchengemeinderatswahl der Nordkirche haben sich einer ersten Hochrechnung zufolge rund 150.000 Menschen beteiligt. Dies waren 8,5 Prozent der 1,65 Millionen wahlberechtigten Kirchenmitglieder in den 920 Kirchengemeinden in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern, wie die Nordkirche mitteilte. Rund 32 Prozent der Wählerinnen und Wähler hatten vor der Wahl ihre Stimme per Briefwahl abgegeben.

Insgesamt wurden mehr als 7.500 Kirchengemeinderäte gewählt. Sie sind die zentralen Leitungsgremien und werden für sechs Jahre gewählt. Gemeinsam mit den Pastorinnen und Pastoren tragen sie die Verantwortung für die Gemeinde. In elf der 920 Kirchengemeinden konnte nicht gewählt werden, weil sich dort nicht genug Kandidatinnen und Kandidaten gefunden hatten.

Zu Besuch in den Sprengeln

Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt hatte am Wahltag stellvertretend für die 920 Gemeinden in der Nordkirche vier Kirchengemeinden in den Sprengeln Hamburg und Lübeck, Mecklenburg und Pommern besucht. Sie gratulierte den Gewählten und erklärte: „Sie übernehmen Verantwortung, unter anderem für Gottesdienst, soziales Engagement, Kinder und Jugendarbeit, Personalentscheidungen und Finanzfragen. Dafür danke ich Ihnen sehr herzlich.“

Die Nordkirche ist ein Zusammenschluss aus der Nordelbischen Kirche in Hamburg und Schleswig-Holstein mit der Landeskirche Mecklenburgs und der Pommerschen Kirche. Mit rund 1,8 Millionen Mitgliedern ist sie die fünftgrößte Landeskirche in der EKD, flächenmäßig die zweitgrößte. Rund 1.500 Pastorinnen und Pastoren arbeiten vor Ort und in den Hauptbereichen der Nordkirche. Mehr als 67.000 Menschen sind in den Kirchengemeinden und in kirchlichen Einrichtungen ehrenamtlich aktiv. (epd)