Ab 17. Oktober in Rostock

Wladimir Kaminer kommt  zu den Jüdischen Kulturtagen 

Der prominente Schriftsteller gestaltet den Eröffnungsabend mit dem Programm "Kaminer & die Antikörper". Die Veranstaltungen sollen ein Zeichen setzen für ein "friedliches Miteinander".

Wladimir Kaminer kommt nach Rostock

Rostock. In Rostock starten am Sonnabend, 17. Oktober, die Jüdischen Kulturtage. Bis zum 8. November sind elf Veranstaltungen geplant, wie Stadtverwaltung und Jüdische Gemeinde mitteilen. Auf dem Programm stehen unter anderem ein Klavierabend, Pantomime, Theater und eine Lesung.

Die Eröffnung am 17. Oktober um 19.30 Uhr im M.A.U. Club gestaltet der Schriftsteller und Musiker Wladimir Kaminer mit „Kaminer & die Antikörper“. Gemeinsam mit Yuriy Gurzhy, Anna Margolina und Katya Tasheva bietet er auf der Bühne in dem Club Gesänge aus freiwilliger Isolation. Am Montag, 2. November, um 19 Uhr gibt es im Foyer des Rathauses eine Diskussionsrunde zum Thema „Verschwörungserzählungen angesichts der Corona-Krise“, an der auch Bischof Tilman Jeremias und Landesrabbiner Yuriy Kadnykov teilnehmen.

Vielfältiges jüdisches Leben

Die Veranstaltungen seien so vielfältig, „wie es jüdisches Leben nur sein kann“, hieß es. Künstler und Künstlerinnen mit oder ohne jüdische Wurzeln würden einladen zum Nachdenken, Diskutieren, Schauen, Lauschen und Lachen. Die Kulturtage wollten gerade in Zeiten von Corona ein Zeichen setzen für künstlerische Vielfalt, Freiheit und ein friedliches Miteinander in der Gesellschaft.

„Vor über fünf Jahren haben die Jüdische Gemeinde, mitwirkende Kulturträger und das Amt für Kultur, Denkmalpflege und Museen der Stadtverwaltung gemeinsam dieses Format entwickelt, um jüdisches Leben noch mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken“, sagt Kulturamtsleiterin Michaela Selling. Das Festival wird gefördert durch das Schweriner Bildungsministerium sowie das Rostocker Amt für Kultur und Museen. (epd)

WAS: Jüdische Kulturtage
WANN: vom 17. Oktober bis 18. November
WO: an mehreren Orten in Rostock
Tickets gibt es direkt bei der Jüdischen Gemeinde Rostock oder an den jeweiligen Veranstaltungsorten

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren