Erhalt der plattdeutschen Sprache

Wieder Gottesdienste auf Plattdütsch

Viele Kirchengemeinden in Südniedersachsen bieten im Spätsommer und Herbst nach zweijähriger Corona-bedingter Pause wieder einen plattdeutschen Gottesdienst an.

Gottesdienste werden in Südniedersachsen wieder auf Plattdeutsch angeboten.

Northeim. Wie der evangelische Kirchenkreis Leine-Solling mitteilte, geht das ehrenamtliche Team der „Plattdütschen Kerke underwejens“ ab Ende August auf Tournee durch die Region.

Die Gottesdienste unter dem Thema „Früher war alles besser! Oder doch nicht?“ werden in südniedersächsischem Plattdeutsch gehalten, dem sogenannten Ostfälischen Platt. Um den Besuchern das Verstehen zu erleichtern, wird der Gottesdienst durch Bilder und Anschauungsgegenstände angereichert. Wer mit dem Plattdeutschen wenig vertraut ist, kann die Texte auf Hochdeutsch mitlesen.

Erhalt der plattdeutschen Sprache in Südniedersachsen

Das Team besteht nach Angaben des Kirchenkreises aus erfahrenen Plattdeutsch-Sprechenden, die in den Landkreisen Göttingen und Northeim wohnen. In wechselnden Besetzungen halten jeweils sieben Personen eigenständig die Gottesdienste, ohne dass Pastoren mitwirken. Doppeltes Anliegen sei es, der Erhalt der plattdeutschen Sprache und das kirchliche Leben in den südniedersächsischen Dörfern zu fördern.

Die ersten plattdeutschen Gottesdienste finden am 28. August in Dassensen und in Iber statt – beide Ortschaften gehören zur Stadt Einbeck. Bis Anfang November sind zunächst zehn weitere Veranstaltungen geplant. (epd)

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