Weltgebetstag der Frauen

Wenn am Meer gebetet wird

Im Mittelpunkt des Tages steht der Klimawandel im Südpazifik. Deshalb sollen am Meer oder am See Gebete gesprochen werden  – mit anschließendem Video in den sozialen Medien.

Das Meer spielt beim Weltgebetstag eine wichtige Rolle

Kiel. Wegen der Corona-Pandemie wird der Weltgebetstag der Frauen am 5. März in Norddeutschland in unterschiedlichen Formaten gefeiert. Unter dem Motto „Worauf bauen wir?“ steht in diesem Jahr der Klimawandel im Südpazifik im Mittelpunkt, wie das Frauenwerk der Nordkirche in Kiel mitteilt. Die Gebetsordnung wurde für dieses Jahr von Frauen aus dem Inselstaat Vanuatu erarbeitet. Hier gefährdet der steigende Meeresspiegel bereits den Lebensraum von Menschen, Tieren und Pflanzen. Weil die Gottesdienst-Kollekte in diesem Jahr nahezu ausfällt, werden Spenden für Frauenprojekte gesammelt.

Der zentrale Gottesdienst in Hamburg wird am Freitag, 5. März, um 19 Uhr in der Hamburger Hauptkirche St. Petri in der Mönckebergstraße gefeiert. Viele Kirchen im Norden sind an dem Tag für Einzelbesuche geöffnet. Zahlreiche Andachten und Gottesdienste finden als Digital-Treffen, Video- oder Audiobotschaft statt. Am Sonntag, 7. März, um 10 Uhr sendet der Offene Kanal Lübeck einen Radio-Gottesdienst aus der Lübecker St. Marien-Kirche. Andere Gemeinden bieten einen „Weltgebetstag in der Tüte“ an, für den eine kleine Materialsammlung in Kirchen zum Mitnehmen bereitsteht oder an die Haustür gebracht wird. Weitere Angebote sind hier zu finden.

Größte Basis-Bewegung

Um die weltweite Gemeinschaft beim Weltgebetstag auszudrücken, wurde in diesem Jahr in Schleswig-Holstein die Aktion #gebetübersmeer ins Leben gerufen. Wer mitmachen will, kann ans Meer oder an einen See gehen, ein kurzes Gebet zum Weltgebetstag aus Vanuatu sprechen und sich dabei filmen. Dieses Video kann dann auf dem eigenen Facebook- oder Instagram-Account hochgeladen werden mit den Hashtags #gebetübersmeer und #weltgebetstag.

Der Weltgebetstag der Frauen wird in mehr als 150 Ländern gefeiert. Er wird seit 1927 jedes Jahr von Christinnen aus einem anderen Land vorbereitet. Damit ist der Weltgebetstag nach eigenen Angaben die weltweit größte Basis-Bewegung christlicher Frauen. (epd)

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