Wahl

Thielko Stadtland neuer Propst im Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf

Der Flensburger Pastor hat sich auf der Synode gegen Reinhard Dircks durchgesetzt. Damit bekommt der Kirchenkreis einen zweiten Propst.

Propst Dr. Thomas Bergemann (re.) und sein künftiger Kollege Thielko Stadtland

Elmshorn/Itzehoe. Pastor Thielko Stadtland aus Flensburg wird Propst im Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf. Die Kirchenkreis-Synode habe ihn im dritten Wahlgang mit 42 von 60 Stimmen gewählt, wie die Pressestelle des Kirchenkreises miteilte. Stadtlands Gegenkandidat war der Hamburger Pastor Reinhard Dircks, der Regionalmentor am Predigerseminar der Nordkirche ist. Er trat im dritten Wahlgang nicht mehr an.

Thielko Stadtland, momentan Gemeindepastor in Flensburg, ist 1971 in Bonn geboren, studierte Evangelische Theologie, Religionswissenschaften und Pädagogik in Bielefeld, Marburg, Hamburg und Philadelphia. Er wird künftig die Propstei Süd des Kirchenkreises leiten. Sein Amtssitz ist das Kirchliche Zentrum in Elmshorn. Propst der Propstei Nord ist Thomas Bergemann. Sein Amtssitz ist Itzehoe, wo auch der Standort des Kirchlichen Verwaltungszentrum des Kirchenkreises ist.

Zweite Propststelle geschaffen

Der an die Elbe grenzende Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf mit 38 Kirchengemeinden und knapp 95.000 Gemeindegliedern rund um Itzehoe und Elmshorn hatte im September 2019 beschlossen, eine zweite, gleichberechtigte Propst-Stelle zu schaffen. Anlass für den Beschluss war, dass die Stelle der Stellvertretung durch einen Personalwechsel frei geworden war. In der Nordkirche hat außer Rantzau-Münsterdorf nur der wesentlich kleinere Kirchenkreis Dithmarschen einen einzigen Propst.

Propst bezeichnet in der Nordkirche das leitende geistliche Amt eines Kirchenkreises. Der Propst wird von der Synode des Kirchenkreises für jeweils zehn Jahre gewählt. Pröpste sind die Dienstvorgesetzten der Pastoren der jeweiligen Propstei. (epd)

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