Hannoversche Landeskirche

Synode verkürzt Sitzung wegen Corona auf einen Tag

Auf dem Programm an diesem Freitag steht die Finanzlage der Landeskirche. Wegen der Pandemie fehlt ein hoher Millionen-Betrag.

Kirchenparlamentarier und Plenum

Synode der Landeskirche Hannovers (Archivbild)

Hannover. Das Parlament der hannoverschen Landeskirche Hannovers hat wegen der Corona-Pandemie seine nächste Tagung stark verkürzt. Die Landessynode kommt am Freitag, 10. Juli, in Hannover zu ihrer zweiten Sitzung in diesem Jahr zusammen, wie die Landeskirche mitteilt. Ursprünglich waren drei Tage geplant. Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers ist mit 2,4 Millionen Mitgliedern in 1.235 Gemeinden zwischen Hann. Münden und der Nordsee die größte evangelische Kirche in Deutschland.

Bei der Tagung nehmen die 80 Mitglieder der Synode unter anderem einen Bericht über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Finanzlage der Landeskirche entgegen. Finanzchef Rolf Krämer hatte im Juni erhebliche Ausfälle bei den Kirchensteuern in Höhe von rund 75 Millionen Euro prognostiziert. Der Haushalt der Kirche hat einen Umfang von rund 640 Millionen Euro, die Einnahmen stammen zum allergrößten Teil aus der Kirchensteuer. Das erwartete Defizit muss aus Rücklagen gedeckt werden.

Andacht zur Eröffnung

Auf der Tagesordnung der 26. Landessynode stehen zudem Berichte und Debatten unter anderem zu einer Reform bei den Kirchenvorstandswahlen und zur Zukunft der Jugendarbeit. Landesbischof Ralf Meister wird die Sitzung im Diakovere Henriettenstift mit einer Andacht eröffnen. Die Landessynode tritt in der Regel zweimal im Jahr zusammen. Sie hatte sich im Februar neu konstituiert. Für den Herbst ist eine weitere Tagung geplant.

Die Synode beschließt Kirchengesetze, verabschiedet den Haushalt der Landeskirche und wählt den Bischof oder die Bischöfin. Sie repräsentiert die kirchliche Basis. Der hannoverschen Landeskirche sind drei Viertel aller evangelischen Kirchengemeinden in Niedersachsen angegliedert. (epd)

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