Kranzniederlegung

Stilles Gedenken an die Opfer der „Cap Arcona“ 

Mehr als 7.000 Menschen starben bei einem Bombenangriff auf das Schiff. Die britischen Piloten glaubten, es gehöre zur deutschen Kriegsmarine.

Der Schnelldampfer Cap Arcona im Januar 1927 auf der Hamburger Elbe

Neustadt. Mit einer Kranzniederlegung auf dem Neustädter Ehrenfriedhof wird am Montag, 3. Mai, an die Opfer der „Cap Arcona“ vor 76 Jahren erinnert. Eine öffentliche Gedenkfeier fällt wegen der Pandemie aus, wie der Kieler Landtag mitteilt. An der Feierstunde nehmen Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU), der Neustädter Bürgermeister Mirko Spieckermann und Bürgervorsteher Sönke Sela (CDU) teil. Sie wird ab 10 Uhr per Livestream hier übertragen.

An Bord der „Cap Arcona“ und der „Thielbeck“ starben bei einem alliierten Bombenangriff in der Neustädter Bucht am 3. Mai 1945 mehr als 7.000 Menschen. Die meisten von ihnen waren Häftlinge aus dem Hamburger KZ Neuengamme. Die britischen Piloten glaubten, es handele sich um Schiffe der deutschen Kriegsmarine.

Gedenken wichtiger denn je

Derzeit seien das Gedenken und Wachsamkeit wichtiger denn je, sagte Schlie. „Mit den letzten Zeitzeugen von damals droht ein lebendiger Erinnerungsstrang verloren zu gehen.“ In Neustadt und an anderen Orten in Schleswig-Holstein hätten es sich viele engagierte Menschen zur Aufgabe gemacht, auch zukünftige Generationen mit diesem wichtigen Thema in Berührung zu bringen. (epd)

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