In der Wismarer Georgenkirche

Staatskapelle spielt Benefizkonzert zu Pfingsten

Auf dem Programm stehen Stücke der Weltreligionen. Auch wer sich keine Karte leisten kann, muss auf den Musikgenuss nicht verzichten.

Wismar/Schwerin. Die Mecklenburgische Staatskapelle spielt am Pfingstsonnabend (14. Mai, 18 Uhr) in der Wismarer Georgenkirche ein Benefizkonzert zugunsten des UN-Flüchtlingshilfswerkes (UNHCR). Das "Konzert der Religionen" soll ein Zeichen für ein friedliches Zusammenleben aller Religionen und Kulturen setzen, teilten die Hansestadt Wismar, die Staatskapelle, die evangelische Nordkirche und der Kirchenkreis Mecklenburg als Initiatoren am Dienstag gemeinsam in Schwerin mit. Auf dem Programm stehen Werke verschiedener Weltreligionen, darunter ein orthodoxer Choral, das jüdisch-muslimische Werk "Two Sides of Jerusalem" von Helmut Eisel und das "Finale aus der Reformations-Sinfonie" von Felix Mendelssohn Bartholdy.
Das Konzert steht unter Schirmherrschaft der bundesweiten "Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat", der unter anderem der Deutsche Gewerkschaftsbund, die evangelische und katholische Kirche, der Zentralrat der Juden, der Koordinationsrat der Muslime sowie der Deutsche Kulturrat angehören. Der Kartenvorverkauf für die rund 680 Plätze in der Georgenkirche läuft an verschiedenen Stellen in Wismar, Schwerin und Rostock.

Flüchtlinge werden eingeladen

Die Eintrittskarten kosten zwischen 12 und 35 Euro. Flüchtlinge und Menschen, die sich keine Eintrittskarte leisten können, werden zum Konzert eingeladen, kündigte Wismars Bürgermeister Thomas Beyer (SPD) an. Unterstützt wird das Projekt von der Hermann-Reemtsma-Stiftung und der Rethmann Stiftung für Umwelt, Kultur und nachhaltige Entwicklung sowie von der Bürgerstiftung der Hansestadt Wismar.
Das Pfingstfest stehe dafür, "dass Menschen unterschiedlicher Sprache und Herkunft einander verstehen lernen können", auch weil Gottes Geist sie verbinde und zur Verständigung rufe, sagte der Schweriner Bischof Andreas von Maltzahn. "Die universale Sprache der Musik vermag, verschiedene Kulturen miteinander zu verbinden", erklärte Thomas Probst vom Orchestervorstand der Staatskapelle. Zudem sei Musik ein prägendes Element der meisten Religionen. Bürgermeister Beyer äußerte den Wunsch, dass von dem Wismarer Benefizkonzert "ein bundesweites Zeichen ausgeht, dass das Eigene durch das Fremde" bereichert werde. (epd)
Info
Der Kartenvorverkauf erfolgt in der Tourist-Information Wismar, am Büchertisch in St. Nikolai zu Wismar (hier nur gegen Bargeld, im Propstbüro Wismar (St.-Marien-Kirchhof 3), im Propstbüro Rostock (Bei der Nikolaikirche 1), in der Marienkirche Rostock, in der Bischofskanzlei Schwerin (Münzstraße 8-10) oder in der Schweriner "Rösterei Fuchs" am Markt und in der "KostBar" (Schloßstraße 28).
Karten können ebenso bei der Tourist-Information Wismar unter Telefon 03841/19433 oder per eMail an tickets@wismar.de bestellt werden. Es erfolgt eine Reservierungsbestätigung mit Angabe der Bankdaten. Bezahlte Karten liegen dann zur Abholung an der Abendkasse in der St. Georgenkirche bereit.

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