Förderung

Spendenparlament vergibt eine Viertelmillion Euro

Unter den geförderten Projekten sind eine Brillen-Sprechstunde für Obdachlose und eine Theatergruppe, in der Schüler und Demente spielen.

Dreimal pro Jahr trifft sich das Spendenparlament (Archivfoto)

Hamburg. Das Spendenparlament hat knapp 250.000 Euro für 21 soziale Projekte vergeben. Darunter war auch die Brillen-Sprechstunde für Obdachlose und Bedürftige, die mehr als 9.000 Euro erhielt, wie Parlamentssprecher Rolf Hoffmann auf epd-Anfrage bestätigte. Für die Entgegennahme gespendeter Brillen, ihre Reinigung und Beschriftung wurde die Optikerkette Bode als Partner gewonnen.
Knapp 26.000 Euro bekam das Projekt "Junge Vorbilder", in dem sich Studenten engagieren, die selbst eine Migrationsgeschichte haben. Sie wirken als Mentoren und Vorbilder für Jugendliche aus sozial schwachen Migrantenfamilien. Rund 45.000 Euro gingen an kulturelle Projekte für einsame und bedürftige Menschen. Darunter war auch das Projekt "Konfetti Plus", in dem Schulkinder und demente Menschen gemeinsam Theater spielen und musizieren. Oder die "Kulturisten Hoch 2", die dafür sorgen, dass ältere Menschen mit geringen Mitteln kulturelle Veranstaltungen besuchen können.
Seit seiner Gründung 1996 hat das Spendenparlament mehr als zehn Millionen Euro an Hamburger Initiativen gegen Obdachlosigkeit, Armut und Isolation gespendet. Rund 3.400 Mitglieder entscheiden dreimal im Jahr auf öffentlichen Sitzungen, welche gemeinnützigen Projekte Spenden erhalten. Stimmberechtigt sind alle, die mindestens fünf Euro Mitgliedsbeitrag im Monat zahlen. Das Spendenparlament ist eigenen Angaben zufolge unabhängig und weder politisch, weltanschaulich oder konfessionell gebunden. Jeder Euro fließt in Projekte, jede Mitarbeit ist ehrenamtlich, alle Sachaufwendungen sind Spenden. (epd)

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