Offizielle Messung

Schiefster Turm der Welt steht nicht mehr in Suurhusen

Ostfriesland ist seinen Rekord los: Der schiefste Turm der Welt steht nicht mehr in Niedersachsen. Weit abgehängt ist das Exemplar in Pisa.

Schief, aber nicht mehr schief genug: der Kirchturm von Suurhusen in Ostfriesland

Suurhusen, Kr. Aurich/Mainz. Der Kirchturm von Suurhusen in Ostfriesland gilt nicht mehr als schiefster Turm der Welt. Mit Übergabe einer offiziellen Urkunde des Rekord-Instituts für Deutschland auf dem jährlichen Dorffest gebührt diese Ehre dem Schiefen Turm von Gau-Weinheim im Landkreis Alzey-Worms (Rheinland-Pfalz). Messungen im Sommer hatten ergeben, dass die Neigung des viereckigen Turms 5,43 Grad beträgt. Damit übertrifft sie nicht nur deutlich die des weltberühmten Schiefen Turms von Pisa (3,97 Grad), sondern auch die des bisherigen Rekordhalters aus Niedersachsen (5,19 Grad).

Als Wehrturm der mittelalterlichen Ortsbefestigung ist der Schiefe Turm von Gau-Weinheim seit Menschengedenken das Wahrzeichen der knapp 25 Kilometer südwestlich von Mainz gelegenen Weinbaugemeinde. Der ursprünglich dreistöckige Bau wurde im Laufe der Geschichte aufgestockt und mit einer barocken Turmhaube verziert: Heute beherbergt er die Gemeindeglocken, die noch immer dreimal täglich läuten. Die Kosten für Prüfung des Rekordantrags hatte die Dorfgemeinschaft durch Spenden finanziert. (epd)

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