Restaurierung

Rostocker Marien-Kanzel wird wieder eingeweiht

Zwei Jahre lang ist die Kanzel einer Schönheitskur unterzogen worden. Dabei machten Arbeiter eine überraschende Entdeckung.

Die Marienkirche ist ein beliebtes Ziel für Touristen

Rostock. Nach fast zweijähriger Restaurierung soll die Renaissance-Kanzel der Rostocker Marienkirche am Mittwoch, 20. April, um 13 Uhr feierlich wieder eingeweiht werden. Dabei werden die beiden Restauratoren Marcus Mannewitz und Fred Kluth das Ergebnis ihrer Arbeiten präsentieren, wie die evangelische Innenstadtgemeinde mitteilte. Eine überraschende Erkenntnis sei, dass die Marienkanzel nicht erst 1574 entstand, wie bislang angenommen. Vielmehr gehe eine erste Kanzel bereits auf die 30er Jahre des 16. Jahrhunderts zurück und damit unmittelbar auf die Zeit der 1531 in Rostock eingeführten Reformation.
Die Restaurierung war ein Projekt des Fördervereins "Stiftung St. Marien zu Rostock" und kostete 171.000 Euro. Neben zahlreichen Einzelspendern steuerten unter anderem auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, die Ostdeutsche Sparkassenstiftung, die Ostseesparkasse Rostock und die Rudolf-August-Oetker-Stiftung Gelder für die Arbeiten bei.
Nach Angaben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz war insbesondere die unvorhergesehene hohe Kontaminierung der Kanzel mit Holzschutzmitteln problematisch. Die Restauratoren mussten daher mit Schutzbekleidung arbeiten. Die fast zehn Meter hohe Kanzel der Marienkirche stammt aus dem 16. Jahrhundert, ihr Schalldeckel aus der Barockzeit (1723). Vor der Restaurierung waren unter anderem die vergoldeten Holzschnitzereien stark verschmutzt. (epd)

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