Trauer besser bewältigen

Pilotprojekt für trauernde Väter

Der Bremer Verein „Trauerland - Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche e.V.“ organisiert im September Angebote für trauernde Väter.

Für trauernde Väter gibt es im September ein Pilotprojekt, um den Weg zurück ins Leben zu finden.

Bremen. Geplant seien monatliche Treffen für Väter, deren Lebenspartnerin oder Lebenspartner gestorben ist, teilte der Verein am Dienstag in Bremen mit. Ziel sei es, die gesamte Familie zu stabilisieren. Trauernde Väter aus sämtlichen Familienmodellen wie gleichgeschlechtlichen Partnerschaften und Patchworkfamilien seien willkommen.

Ein Todesfall unter Elternteilen kann jeden treffen

Mit einem Schlag stünden Väter und Mütter alleine da – mit den Kindern, der Arbeit, dem Haushalt – und der Trauer. Während sich hinterbliebene Mütter in solchen Fällen öfter Hilfe holten, meldeten sich betroffene Väter im Vergleich dazu deutlich seltener bei Trauerland.

Die geplanten Treffen sollen den Angaben zufolge Möglichkeiten aufzeigen, der Trauer Raum zu geben und das Thema innerhalb der Familie anzusprechen. So könne neben der individuellen Trauerverarbeitung durch die einzelnen Familienmitglieder die gesamte Familie gestärkt werden.

Der Verein „Trauerland“ begleitet eigenen Angaben zufolge seit mehr als 20 Jahren trauernde Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die einen nahestehenden Menschen verloren haben. Das Hilfsangebot umfasst Trauergruppen, Einzelberatungen und Kriseninterventionen in akuten Notlagen. Darüber hinaus gibt es ein Beratungstelefon, das jeden Werktag erreichbar ist. (epd)

Info

Die Treffen sind monatlich ab dem 12. September am Montagabend von 19 bis 21 Uhr geplant. Weitere Informationen unter www.trauerland.org. Das Angebot ist für die Betroffenen kostenfrei. Eine Anmeldung unter der Telefonnummer 0421/696672-80 ist erforderlich.

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