Energiekrise

Oldenburger Kirchen sollen im Winter kalt bleiben

Die Landeskirche empfiehlt den Gemeinden, das Heizen drastisch zu reduzieren. Für Gottesdienste wird in einem Rundschreiben ein anderer Ort empfohlen.

Volle Reihen in der Oldenburger Lambertikirche – im kommenden Winter wird es das nicht geben

Oldenburg. Die evangelischen Kirchen im Oldenburger Land sollen in diesem Winter kalt bleiben. Ein Arbeitskreis der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg habe den Gemeinden in einem Rundschreiben empfohlen, das Heizen drastisch zu reduzieren und wo immer möglich ganz darauf zu verzichten, teilt die Kirche mit.

Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine habe schreckliche Folgen für die direkt betroffenen Menschen, hieß es. Außerdem habe der Krieg eine Energiekrise ausgelöst. Darum müssten Kirche und Diakonie ihren Energieverbrauch erheblich reduzieren.

Temperatur auf fünf Grad abgesenkt

Dem Rundschreiben zufolge sollen die Gemeinden in der Zeit zwischen Epiphanias (6. Januar) bis Ostern (9. April) ihre Gottesdienste und Konzerte möglichst in den Gemeindehäusern als „Winterkirche“ oder in Kooperation mit anderen Gemeinden in kleineren, besser beheizbaren Kirchen abhalten. Die Grundtemperatur könne in den Kirchen auf fünf Grad abgesenkt werden. Um die Luftfeuchtigkeit gering zu halten, sollten die kühlen Kirchen in dieser Zeit konsequent nicht genutzt werden.

Die Vorgaben der Bundesregierung zum Energiesparen in öffentlichen Gebäuden seien auch für die Kirche gültig, heißt es weiter. Gemeindehäuser, Gemeindebüros und Amtszimmer von Pfarrerinnen und Pfarrern dürften nicht wärmer als 19 Grad beheizt werden. Ausgenommen seien Kindergärten und Pflegeeinrichtungen. Zur oldenburgischen Kirche zählen 116 Gemeinden zwischen der Nordseeinsel Wangerooge und den Dammer Bergen. Ihr gehören knapp 381.000 Mitglieder an. (epd)

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