Zum Anti-Kriegstag

Nordkirche startet Projekt #redenüberfrieden

Zahlreiche Aktionen sind geplant: In Husum zeichnen Jugendliche eine große Friedenstaube. In Hamburg halten "Frauen in Schwarz" eine Mahnwache.

Kiel. Die Nordkirche startet am heutigen Anti-Kriegstag einen einjährigen Prozess mit dem Titel #redenüberfrieden. Erklärtes Ziel ist es, mehr Verantwortung für den Frieden vor Ort und auch weltweit zu übernehmen. Wenn alle gemeinsam noch mehr vorangehen würden für eine gerechtere und friedlichere Welt, könne viel bewirkt werden, sagte Ulrike Hillmann, Präses der Landessynode, bei der Präsentation.

Bereits im Juni hatte die Kirchenleitung die Unterstützung der „Initiative Lieferkettengesetz“ beschlossen. Das neue Gesetz soll Unternehmen verpflichten, Menschenrechte und Umweltschutz in ihren Lieferketten zu achten. „Solche Standards wirken vielen ungerechten Wirtschaftsbeziehungen entgegen“, erklärte der Husumer Pastor Friedemann Magaard, Vorsitzender des federführenden Synodenausschusses. Viele Kirchengemeinden würden bereits aktiv den fairen Handel unterstützen. Eine Website begleitet das Projekt.

Für mehr Klimaschutz

Zu den geplanten weiteren Schritten gehören auch Maßnahmen zum Klimaschutz. „Wir sehen tagtäglich, dass der Klimawandel bewaffnete Konflikte schürt, Menschen in die Flucht treibt und Lebensgrundlagen vernichtet“, sagte Präses Hillmann. Zum Schutz des Klimas und damit auch für eine friedlichere Welt könne jede Gemeinde und jedes Mitglied etwas beitragen.

Synoden-Präses Ulrike Hillmann Foto: Marcelo Hernandez / Nordkirche

Zudem möchte sich die Kirche künftig noch stärker als Vorbild für ein respektvolles und konstruktives Miteinander in der Gesellschaft einbringen. „Das fängt bei uns selbst an, indem wir zum Beispiel Menschen mit unterschiedlichen Einstellungen miteinander ins Gespräch bringen“, sagte Julika Koch, Referentin im Referat Friedensbildung.

Zum Anti-Kriegstag am 1. September sind zahlreiche Aktionen geplant. So werden Jugendliche in Husum ab 15 Uhr auf dem Marktplatz eine großflächige Friedenstaube malen. In Neumünster beginnt um 17 Uhr eine Mahnwache auf dem Großlecken. In Hamburg erinnert am Mittwoch, 2. September, um 16.30 Uhr auf dem Ida-Ehre-Platz eine Mahnwache der „Frauen in Schwarz“ an den Frieden. Er soll auch Thema auf der Landessynode vom 24. bis 26. September sein. Für den Herbst sind drei Studientage mit Podien, Workshops, theologischen Impulsen und Referaten geplant. (epd)

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