Götz-Volkmar Neitzel

Nordkirche hat neuen Seemannspastor

Noch bildet er Sanitäter in Seelsorge aus, doch bald hat Götz-Volkmar Neitzel einen neuen Job: als Seemannspastor der Nordkirche.

Götz-Volkmar Neitzel vor seinem künftigen Arbeitsplatz, dem Hamburger Hafen

Hamburg. Der Hamburger Pastor und Notfallseelsorger Götz-Volkmar Neitzel wird ab August neuer Seemannspastor der Nordkirche. Der 57-Jährige bildete bislang an der Berufsfachschule der Feuerwehr der Stadt Hamburg Notfallsanitäterinnen und -sanitäter aus und war zudem Vertretungspastor im Kirchenkreis Hamburg-Ost, teilt die Nordkirche mit. Er wird Nachfolger von Matthias Ristau, der jetzt Generalsekretär der Deutschen Seemannsmission ist.

„Ich will ein Seh-Mann für die Seeleute sein“, kündigt Neitzel an. Derzeit boome und expandiere die Seeschifffahrt. Pandemie und Lieferketten-Druck brächten Menschen, die bereits im Normalfall sehr anstrengende Arbeit leisteten, oft über ihre Grenzen, sagt er. „Als Kirche wollen wir diesen Menschen nahe sein, die ökonomisch auf ihre Arbeit auf See angewiesen sind.“

Gäste aus mehr als 120 Ländern

Auf dem Gebiet der Nordkirche existieren Stationen der Deutschen Seemannsmission in Hamburg, Brunsbüttel, Lübeck, Kiel, Sassnitz und Rostock. In Zusammenarbeit mit diesen engagiere sich der Seemannspastor für das Wohlergehen der Seeleute auf den Schiffen, die in den dortigen Häfen anlegen, heißt es. Pro Jahr seien auf Nordkirchen-Gebiet mehr als 350.000 Seeleute aus mehr als 120 Ländern zu Gast.

Als Verein organisiert

Die Deutsche Seemannsmission ist als Verein organisiert und in mehr 35 Hafenstädten weltweit tätig. Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden besuchen die Seeleute ebenfalls an Bord und bieten Seelsorge an. Außerdem organisieren sie praktische Hilfe und Freizeitangebote. Langfristiges Ziel ist es, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Seeleute, die oft monatelang auf engstem, von Technik geprägtem Raum leben, zu verbessern. (epd)

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