Corona-Krise

Nordkirche gibt 15.000 Euro für Diakonie Katastrophenhilfe

Mit dem Geld sollen Gebiete in Afrika und Lateinamerika unterstützt werden, die von der Pandemie besonders betroffen sind. Besonders die Kinder würden leiden.

Schwerin/Hamburg. Die Nordkirche stellt 15.000 Euro Soforthilfe für von der Corona-Pandemie besonders betroffene Regionen Afrikas und Lateinamerikas bereit. Zugleich rufe die Nordkirche zu Spenden für den Einsatz der Diakonie Katastrophenhilfe in diesen Regionen auf, teilt die Landeskirche mit. Insbesondere Kinder und Erwachsene in Flüchtlingscamps sollen verstärkt versorgt werden. Mehrere hunderttausend Menschen seien mittlerweile allein in Afrika und Lateinamerika an Covid-19 verstorben.

In Lateinamerika und Afrika seien die Menschen ohnehin schon durch den Klimawandel benachteiligt, von Kriegen und Hunger bedroht und zu Tausenden auf der Flucht, sagte Kirsten Fehrs, Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck. Ihre Situation habe sich durch Corona massiv verschlechtert. Medizinische Unterversorgung und hygienisch unhaltbare Zustände träfen besonders die Ärmsten der Armen. Vor allem für mangelernährte Kinder in den Flüchtlingslagern sei die Situation extrem elend. Die Sterberate sei bedrückend es brauche jetzt schnelle Hilfe.

Langfristiger Erfolg gefährdet

Der Hamburger Diakonie-Landespastor Dirk Ahrens sagte, dass Corona die Erfolge beim Kampf gegen den Hunger bedrohe. Um den Menschen auch langfristig zu helfen, müssten die Projekte zum Aufbau des Gesundheitssystems oder einer nachhaltigen Landwirtschaft gesichert werden.

Die Hilfsprogramme der Diakonie Katastrophenhilfe werden den Angaben zufolge gemeinsam mit Partnerorganisationen entwickelt und umgesetzt. Dazu zählen auch der Bau von Handwaschstationen, die Versorgung mit sauberem Trinkwasser und Hygiene-Artikeln sowie auf Aufklärungskampagnen zu Covid-19. (epd)

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