+++ Newsticker zu Corona +++

Eilantrag gegen Gottesdienstverbot abgewiesen

Das Coronavirus stellt auch das kirchliche Leben auf den Kopf. Hier halten wir Sie immer auf dem Laufenden.

Samstag, 28. März
18:56 Uhr: Zwölf Corona-Tote in Wolfsburger Diakonie-Heim

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat sich bestürzt über die hohe Zahl von Todesfällen in einem Wolfsburger Pflegeheim für demenzkranke Menschen infolge der Corona-Pandemie zeigt. „Wir alle blicken mit Anteilnahme und großer Sorge nach Wolfsburg“, sagte Weil am Samstag in Hannover. In dem Pflegeheim der Diakonie, dem Hanns-Lilje-Heim, waren in den vergangenen Tagen zwölf Bewohner an der Covid-19-Erkrankung gestorben. Nach Angaben der Stadt Wolfsburg wurden insgesamt 72 Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet. Das Haus hat nach Diakonie-Angaben insgesamt 165 Plätze.

15:52 Uhr: Luftwaffe bringt Patienten aus Italien nach Deutschland
In der Corona-Krise nehmen weitere Bundesländer Patienten aus Italien und Frankreich auf. In Nordrhein-Westfalen trafen am Samstagnachmittag die ersten Erkrankten aus der italienischen Stadt Bergamo ein, wie die Luftwaffe auf Twitter mitteilte. Sechs Intensivpatienten seien an Bord eines Airbus A310 am Flughafen Köln/Bonn gelandet. Sie würden nun in Kliniken nach Köln, Bonn und Bochum transportiert. Auch Berlin nimmt sechs Corona-Patienten aus Frankreich auf, wie die Berliner Senatskanzlei am Samstag mitteilte.

14:54 Uhr: Merkel bittet Menschen um Geduld
Mit Blick auf die Restriktionen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie haben Bundesregierung und Experten die Menschen in Deutschland zu Geduld aufgerufen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte am Samstag in ihrem wöchentlichen Podcast, noch gebe es leider keinen Grund, die Regeln zu lockern. „Ich muss Sie bitten, seien Sie geduldig“, sagte sie in der Botschaft aus ihrer häuslichen Quarantäne. Kanzleramtschef Helge Braun betonte, die Maßnahmen würden größtenteils bis zum 20. April gelten. Auch der Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Christoph Unger, warnte vor einem vorschnellen Zeitplan zur Lockerung der Ausgangsbeschränkungen.

12:50 Uhr: Hilfsorganisation warnt vor Toten in Entwicklungsländern
Die Hilfsorganisation „Save the Children“ hat vor dramatischen Folgen des Coronavirus in Entwicklungsländern gewarnt. Die Ausbreitung von Covid-19 könne in Afrika und Südasien zu Millionen Toten führen, teilte die Organisation am Samstag in London mit. Sie forderte die internationale Gemeinschaft auf, schnell zu handeln, um die Gesundheitssysteme in Entwicklungsländern, die bereits heute überlastet seien, zu stützen.

9:49 Uhr: NDR streamt Gottesdienst aus Flussschifferkirche
Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) streamt an diesem Sonntag (10 Uhr, Achtung Sommerzeit) einen Gottesdienst aus der Hamburger Flussschifferkirche. Gestaltet wird die Feier vor leeren Bänken von Daniel Kaiser (47), Kulturredakteur des Radiosenders 90,3 und ehrenamtlich Prediger in verschiedenen norddeutschen Kirchengemeinden. Es ist bereits der dritte Gottesdienst, den er seit Beginn der Corona-Krise ins Internet bringt. Kaiser predigt, singt und spielt Querflöte. Der Kirchenmusiker Lukas Henke (Hauptkirche St. Petri) spielt Orgel, Klavier und Akkordeon.

Freitag, 27. März
17:15 Uhr: Angst vor Corona-Ansteckung wächst

Mehr als die Hälfte der Deutschen (51 Prozent) fürchtet inzwischen eine Ansteckung mit dem Coronavirus. Der bei einer repräsentativen Erhebung zwischen dem 20. und 23. März bei über 2.000 Befragten ermittelte Wert liege damit elf Prozent über dem der Vorwoche, teilte das Meinungsforschungsinstitut Insa am Freitag in Erfurt mit. Männer fürchteten sich den Angaben zufolge weniger, sich das Virus einzufangen. Damit rechneten nach der Umfrage nur 46 Prozent – gegenüber 56 Prozent bei den Frauen. Im gleichen Zeitraum sei der Anteil der Deutschen, denen die Ausbreitung des Coronavirus Sorge bereite, von 65 auf 77 Prozent gestiegen.

15:48 Uhr: „Hinz&Kunzt“ richtet Fonds für Verkäufer ein
Das Hamburger Straßenmagazin „Hinz&Kunzt“ hat einen Corona-Fonds für Verkäufer eingerichtet. Derzeit würden die rund 530 „Hinz&Künztler“ kein Geld mehr mit dem Verkauf von Zeitungen verdienen, teilte „Hinz&Kunzt“ am Freitag mit. Alle Spenden für die Zeitung sollen daher in diesen Fonds fließen und unter den Verkäufern aufgeteilt werden, so Geschäftsführer Jörn Sturm. Auf diese Weise würde jede Spende zu einer unmittelbaren Überlebenshilfe. Spendenkonto: „Hinz&Kunzt“, Haspa, IBAN: DE56200505501280167873 BIC: HASPDEHHXXX.

Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren