+++ Newsticker zu Corona +++

Eilantrag gegen Gottesdienstverbot abgewiesen

Das Coronavirus stellt auch das kirchliche Leben auf den Kopf. Hier halten wir Sie immer auf dem Laufenden.

Dienstag, 31. März
17:39 Uhr: US-Pastor wegen Corona-Verstoß angeklagt
Die Staatsanwaltschaft von Tampa im US-Bundesstaat Florida hat einen evangelikalen Prediger wegen Missachtung der Corona-Notverordnung angeklagt. Rodney Howard-Browne hatte Mitte März in einer voll besetzten Kirche in Tampa Bay die Gläubigen ausdrücklich aufgefordert, sich die Hände zu reichen. Die Kirche werde niemals geschlossen, sagte er damals. Der evangelikale Pastor habe sich gegen die Sicherheitsauflagen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit hinweggesetzt, begründeten der Sheriff von Hillsborough County, Chad Chronister, und Staatsanwalt Andrew Warren die Anklage bei einer Pressekonferenz. „Seine rücksichtslose Missachtung von Menschenleben“ habe Hunderte in seiner Gemeinde und Tausende, die mit ihnen in Kontakt waren, in Gefahr gebracht, sagte Chronister. Howard-Browne habe absichtlich und wiederholt gegen die Anweisungen der Behörden verstoßen. Nach Angaben des Sheriffs gab es Überlegungen, den 58-jährigen Pfarrer noch während des Gottesdienstes zu verhaften. Weil die Gemeinde über eine bewaffnete Sicherheitstruppe verfüge, habe man aus Gefährdungsgründen davon abgesehen.

15:35 Uhr: Duschen für Obdachlose in Hamburger Schwimmbad
Obdachlose in Hamburg können sich während der Corona-Krise künftig in einem Schwimmbad duschen. Ab Mittwoch steht dafür das Bad St. Pauli am Millerntor kostenfrei zur Verfügung, wie die Sozialbehörde der Hansestadt mitteilte. Das Bad sei montags, mittwochs und samstags jeweils von 10.00 bis 14.00 Uhr für diesen Zweck geöffnet. Um Infektionen zu verhindern, würden Duschgäste nur einzeln eingelassen. Mit dem Angebot reagiert die Behörde eigenen Angaben nach auf den angesichts der Verbreitung des Coronavirus gestiegenen Hygienebedarf. Es wird in Kooperation mit dem Schwimmbadbetreiber Bäderland und der Organisation GoBanyo zur Verfügung gestellt.

12:53 Uhr: Erzbischof Heße dankt Landesregierungen
Hamburgs Erzbischof Stefan Heße hat den Landesregierungen in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg für ihre Arbeit in der Corona-Krise gedankt. Er richtete dazu persönliche Schreiben an Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und Hamburgs Ersten Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), wie die Erzdiözese am Dienstag bekanntgab. Darin würdigte er das „umsichtige, konsequente und transparente Handeln der politischen Akteure“. Er äußerte auch die Hoffnung, „dass wir einen guten Weg durch die Krise finden werden“.

9:47 Uhr: Muslime zeigen Verständnis für geschlossene Moscheen
Die Muslime in Niedersachsen reagieren nach Auskunft ihrer Verbände derzeit mit Verständnis auf die Schließung der Moscheen aufgrund der Corona-Krise. Sie sähen die dringende Notwendigkeit dafür ein, sagte Avni Altiner, Vorsitzender des Verbandes „Muslime in Niedersachsen“, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Dennoch seien die Menschen traurig, dass sie sich in den Moscheen nicht zum Freitagsgebet, zum gemeinsamen Essen oder für Gesprächskreise und Freizeitveranstaltungen treffen könnten. „Die Moschee ist nicht nur ein Ort des Betens, sondern auch ein Ort der Begegnung und des Zusammenkommens. Sie gleicht einer sozialen Begegnungsstätte.“ Viele Moscheegemeinden streamten ähnlich, wie es bei den die christlichen Kirchen derzeit üblich sei, Videos von Gebeten und Predigten der Imame über die sozialen Medien in die Häuser, sagte Bilgen.

Seiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren