+++ Newsticker zu Corona +++

Eilantrag gegen Gottesdienstverbot abgewiesen

Das Coronavirus stellt auch das kirchliche Leben auf den Kopf. Hier halten wir Sie immer auf dem Laufenden.

Montag, 6. April
18:06 Uhr:Hamburger Religionen senden Hoffnungsbotschaft 
Mit einer Hoffnungsbotschaft haben sich Hamburger Vertreter der Weltreligionen an die Bevölkerung gewandt. „Wir stehen zusammen“, sagte die evangelische Bischöfin Kirsten Fehrs, Vorsitzende des Interreligiösen Forums, in dem Videoclip. „Auch wenn wir in diesen Wochen auf Abstand bleiben, so sind wir einander im Herzen nah.“ Gemeinsam könne die Krankheit besiegt werden, ergänzte Landesrabbiner Shlomo Bistritzky. Man müsse Hände waschen und Abstand halten, könne aber trotzdem freundlich und geduldig bleiben. Mit Trost und Seelsorge, mit Nachbarschaftshilfe und digitalen Angeboten würden die Gemeinden die Menschen unterstützen, betonte Özlem Nas vom Vorstand der Schura, dem Rat der Islamischen Gemeinschaften. „Wir beten für euch und für unsere Stadt.“ Vertreten sind im Interreligiösen Forum Hamburg: Alevitische Gemeinde, Bahà’i-Gemeinden, Buddhistische Religionsgemeinschaft, katholisches Erzbistum, evangelische Nordkirche, Hindus und Zentralrat der Inder, Jüdische Gemeinde, Schura und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Hamburg.

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17:40 Uhr: Diakonie lädt ein zum Briefeschreiben an Heimbewohner
Die Diakonie Osnabrück lädt Bürgerinnen und Bürger dazu ein, Menschen in den Altenhilfeeinrichtungen schriftlich eine Freude zu machen. In der Corona-Krise sei es weiterhin geboten, Abstand zu halten, teilte die Diakonie mit. Für Menschen in Pflege-Einrichtungen wäre es daher schön, einen Brief in der Hand zu halten, den sie immer wieder lesen und anschauen könnten. In dem Aufruf der Diakonie heißt es: „Viele bunte Karten mit ermunternden Worten und schönen Bildern sollen in die Häuser flattern. Gerade jetzt zur Frühlings- und Osterzeit ist das eine schöne und passende Geste um zu sagen: Wir denken an euch!“ Adressen der Einrichtungen finden sich hier.

14:58 Uhr: Kurzarbeit soll in kirchlichen Tagungshäusern möglich werden
Die Einschränkungen durch das Coronavirus wirken sich auch auf kirchliche Tagungshäuser und Bildungsstätten aus. Die eigenwirtschaftlich arbeitenden Einrichtungen könnten ihre Personalkosten unter anderem deswegen nicht mehr aufbringen, weil ihnen aufgrund der Veranstaltungsausfälle Einnahmen wegbrächen, sagte Arbeitnehmervertreter Thomas Müller. Müller ist tätig in der Arbeits- und Dienstrechtlichen Kommission (ADK) der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen. Das Gremium hat seinen Angaben zufolge beschlossen, eine Rechtsgrundlage für die Einführung von Kurzarbeit in den Betrieben zu schaffen. Betroffen von der Regelung wären nach Müllers Schätzung bis zu 300 Mitarbeiter in rund zehn Betrieben innerhalb der evangelischen Landeskirchen von Braunschweig, Hannover, Oldenburg, Schaumburg-Lippe sowie der Evangelisch-reformierten Kirche.

13:40 Uhr: Sozialverband: Einmalzahlung für Pflegekräfte reicht nicht
Der Landesvorsitzende des Sozialverbands VdK Niedersachsen-Bremen, Friedrich Stubbe, hat die geplante Einmalzahlung an Pflegekräfte zur Anerkennung ihres Einsatzes in der Corona-Krise als unzureichend kritisiert. „Pflegekräfte leisten Herausragendes – allerdings nicht erst seit Beginn der Corona-Pandemie“, sagte er. Seit Jahren fordere der VdK für die älter werdende Gesellschaft mehr Personal in der Pflege. Dazu seien neben guten Arbeitsbedingungen unbedingt auch angemessene Löhne zur Würdigung dieser anspruchsvollen Tätigkeit notwendig, unterstrich Stubbe. In Zeiten der Corona-Krise werde einmal mehr deutlich, wie unentbehrlich das medizinische Personal in Krankenhäusern und Pflegeheimen sei. „Die angedachten Einmalzahlungen sind eine nette Geste, jedoch lösen sie nicht das eigentliche Problem“, sagte der VdK-Landeschef. Denn auf dem Rentenkonto komme davon nichts an. Es sei höchste Zeit, gute Arbeit auch dauerhaft finanziell wertzuschätzen. „Denn lobende Worte und ein einmaliger Bonus reichen nicht aus, weder jetzt, noch für die spätere Absicherung unserer Pflegekräfte im Alter.“

9:11 Uhr: Berliner Kirchengemeinde klagt gegen Gottesdienstverbot
Eine katholische Kirchengemeinde in Berlin geht einem Medienbericht zufolge gegen das aktuelle Verbot von Gottesdiensten juristisch vor. Der „Freundeskreis St. Philipp Neri“ habe dazu beim Verwaltungsgericht Berlin einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung eingereicht, heißt es in einem gemeinsamen Bericht von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“. Die Kirchengemeinde wolle erreichen, dass trotz der Corona-Pandemie Gottesdienste mit höchstens 50 namentlich registrierten Personen gefeiert werden dürfen. Es dürften für Kirchen nicht strengere Regeln gelten als für Supermärkte, argumentiert demnach die Gemeinde. Das umfassende Veranstaltungsverbot des Berliner Senats stelle laut Schriftsatz des Anwalts der Kirchengemeinde „einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Freiheit der Religionsausübung dar und ist insoweit unwirksam“. Dem Medienbericht zufolge sei mit einer Gerichtsentscheidung dazu „demnächst“ zu rechnen. Die Katholische Kirche in Deutschland missbillige die Klage der Berliner Gemeinde, berichten NDR, WDR und „Süddeutsche Zeitung“ weiter. In Kreisen der Deutschen Bischofskonferenz habe es geheißen, es handle sich um einen Alleingang.

Sonntag, 4. April
15:18 Uhr: Landesbischof aus Braunschweig mahnt zu Geduld 
Der braunschweigische Landesbischof Christoph Meyns hat angesichts der Corona-Pandemie zu Geduld und Mitmenschlichkeit aufgerufen. „Gerade die Corona-Krise zeigt uns, dass es eben das ist, auf was es ankommt und was unsere Gesellschaft zusammenhält: die Bereitschaft, füreinander da zu sein und einander zu helfen“, sagte der evangelische Theologe in einer Videobotschaft zum Beginn der Karwoche. „Bitte vergessen Sie bei allen Sorgen nicht darauf zu achten, wo Mitmenschen Ihre Hilfe brauchen.“ Viele Menschen litten gerade in diesen Wochen unter Einsamkeit, sagte Meyns. „Jeder von uns kann darauf achten, was Familie, Nachbarn und Freunde brauchen und das Gemeinwesen durch sein Engagement unterstützen.“ Der Landesbischof hob besonders den Einsatz der Menschen hervor, die sich in sozialen Berufen engagieren, in der Kranken- und Altenpflege, als Erzieherin oder Erzieher oder in der Sozialarbeit. Nach wie vor sei unsicher, wie lange die Krise andauern werde. „Es gilt weiterhin gelassen und geduldig zu bleiben“, mahnte Meyns.

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12:27 Uhr: Landesbischof Meister: Schließung von Kirchen schmerzlich
Der evangelische Landesbischof Ralf Meister aus Hannover hält die Schließung von Kirchengebäuden während der Corona-Pandemie für unausweichlich. Im Falle einer Öffnung bräuchten die Kirchen viel Personal, um alle Schutzmaßnahmen gewährleisten zu können, sagte Meister der in Hannover erscheinenden „Neuen Presse“. Bei einer Dorfkirche kämen vielleicht fünfzig oder sechzig Gläubige an einem Tag, aber wenn die die Marktkirche in Hannover wieder öffnen würde, wären es einige hundert: „Da ist es schwer, die notwendigen Standards zu gewährleisten.“ Meister räumte allerdings ein, die Schließung der Kirchen verursache bei ihm „einen ungeheuren Schmerz“. Sorgen mache er sich auch um Trauerfeiern während der Corona-Pandemie, sagte Meister: „Wenn ein geliebter Mensch stirbt, gibt es einen tiefen Schmerz, und die Angehörigen brauchen vertraute Rituale und gute Begleitung. Jetzt gibt es nur Bruchstücke davon. So müssen wir aufpassen, dass da nicht ein doppelter Schmerz bleibt.“ Angesichts der Pandemie können derzeit nur Trauerfeiern im kleinen Kreis auf dem Friedhof unter freiem Himmel stattfinden.

Sonabend, 4. April
11:05 Uhr: Bischof Adomeit dankt Gemeinden für Ideen in Corona-Krise
Der oldenburgische Bischof der Thomas Adomeit hat den Gemeinden und Einrichtungen seiner Landeskirche für ihren Umgang mit den Herausforderungen der Corona-Krise gedankt. Der Reichtum an Kreativität und der Schatz an guten Antworten sei „wirklich beeindruckend“, schreibt Adomeit in einem offenen Brief. Er ermutigte die Gemeinden und ihre Pfarrer, die Ideen aus der Krisenzeit mit in die Zukunft zu nehmen. Wichtige Ausdrucksformen des christlichen Glaubens seien im Moment nicht in der gewohnten Weise möglich, schreibt Adomeit: „Die Gemeinschaft mit Gott und mit anderen können wir nicht in Gottesdiensten, bei Taufen und im Abendmahl in den gewohnten Räumen feiern.“ Auch Trauungen und Konfirmationen könnten nicht stattfinden. Niemals zuvor seien in Gefahrensituationen Gottesdienste abgesagt und Kirchen geschlossen worden. Vielmehr seien die Menschen in der Vergangenheit in die Kirchen geflohen, um Schutz zu finden.

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