+++ Newsticker zu Corona +++

Eilantrag gegen Gottesdienstverbot abgewiesen

Das Coronavirus stellt auch das kirchliche Leben auf den Kopf. Hier halten wir Sie immer auf dem Laufenden.

Dienstag, 24 März
16:50 Uhr Pflegeverbände warnen vor Versorgungsnotstand
Die Warnungen vor einem Notstand in der häuslichen Pflege infolge der Corona-Krise werden lauter. Der Verband für häusliche Betreuung und Pflege (VHBP) rechnet wegen fehlender Pflegekräfte aus Osteuropa damit, dass bis zu 200.000 alte Menschen schon bald nicht mehr versorgt sein könnten. Der Sozialverband VdK forderte am Dienstag in Berlin, die Regelungen zur Kurzarbeit auf Angehörige von Pflegebedürftigen auszudehnen, die zur Pflege einspringen müssen.

16:08 Uhr: Flüchtlingslager rüsten sich gegen Corona
Die überfüllten Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln werden laut EU-Kommission gegen einen Ausbruch des Coronavirus gerüstet, während zugleich die Rufe nach einer Räumung der Camps lauter werden. Man arbeite mit den griechischen Behörden an einem Notfallplan, teilte die Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Dabei gehe es um die Reaktion auf „einen potenziellen Ausbruch des Coronavirus auf den Inseln“.

14:40 Uhr: Schokohersteller erntet Kritik wegen Corona-Osterhasen
Wegen des Verkaufs von Schokoladen-Osterhasen mit Mundschutz und einer Klopapierrolle in den Pfötchen ist der Pirmasenser Schokoladenhersteller Wawi in die Kritik geraten. Die Aktion sorgte im Internet für teilweise empörte Reaktionen, es gab aber auch Lacher und Lob. Schließlich reagierte das westpfälzische Unternehmen und spendete das durch den Verkauf von 550 Corona-Hasen eingenommene Geld für einen sozialen Zweck. Die in Handarbeit hergestellten Schokohasen wurden pro Stück für zehn Euro verkauft, mittlerweile ist die Produktion eingestellt.

13:34 Uhr: USA könnten zum Corona-Epizentrum werden
Angesichts stark steigender Corona-Zahlen könnten die USA laut den Vereinten Nationen bald das Epizentrum der weltweiten Pandemie werden. Die Daten aus den USA deuteten auf eine solche Entwicklung hin, betonte die Sprecherin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Margaret Harris, am Dienstag in Genf.

13:17 Uhr: Europäischer Kirchenbund schließt sich Papst-Aufruf an
Die Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) hat sich dem Aufruf von Papst Franziskus angeschlossen, am Mittwochmittag weltweit das Vaterunser zu beten. „Das Gebet, das Christus uns gelehrt hat, hat schon immer das Christentum über Raum und Zeit hinweg vereint“, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Schreiben der ökumenischen Organisation aus Brüssel.

13:16 Uhr: Festival Nordischer Klang 2020 abgesagt
Das Festival Nordischer Klang 2020 findet nicht wie geplant statt. Die Entscheidung zur Absage des internationalen Kulturfestivals, dessen 29. Ausgabe vom 8. bis zum 17. Mai stattfinden sollte, sei in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden getroffen worden, teilte der gleichnamige Festivalverein als Veranstalter am Dienstag.

12:02 Uhr: Diakonie bittet um Spenden für Wohnungslose
Die Diakonie Altholstein bittet um Spenden für ihre Arbeit mit wohnungslosen Menschen in der Corona-Krise. Die Aktion läuft über die Facebook-Seite der Diakonie Altholstein, teilte der Verband am Dienstag mit. Zum Schutz der Wohnungslosen und Mitarbeiter braucht die Diakonie weitere Schutzkleidung und Atemschutzmasken. Die Situation ist dramatisch und wird sich zuspitzen, wenn eine Ausgangssperre verhängt werden sollte, hieß es.

10:12 Uhr: Seuchen-Experte warnt vor nationalen Alleingängen
Malte Thießen (46), Historiker mit dem Fachgebiet Seuchen in Münster, ruft angesichts der Corona-Pandemie zu weltweiter Zusammenarbeit auf. „Momentan geht der Trend eher zu nationalen Alleingängen und Grenzziehungen“, sagte er im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Dabei müsse bei Pandemien global gedacht und agiert werden. Thießen leitet das LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte in Münster und hat unter anderem einen Forschungsband zur Sozial- und Kulturgeschichte europäischer Seuchen in der Moderne veröffentlicht.

8:19 Uhr: Digitaler Not-Unterricht läuft erstaunlich gut
Gut eine Woche nach Beginn der bundesweiten Schulschließungen hat der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, eine positive erste Bilanz des digitalen Not-Unterrichts gezogen. „Der allgemeine Eindruck ist: Es läuft erstaunlich gut“, sagte Meidinger der „Passauer Neuen Presse“. Die Rückmeldungen seien überwiegend positiv. Zwar seien die Lernplattformen in einigen Bundesländern vom Ansturm überlastet gewesen, „dafür spielt die gute alte E-Mail jetzt wieder eine ganz große Rolle“. Wegen der Corona-Pandemie sind in Deutschland sämtliche Schulen geschlossen. Rund elf Millionen Schülerinnen und Schüler müssen von zu Hause aus lernen.

6:41 Uhr: Kinderschutzbund befürchtet mehr Gewalt gegen Kinder
Der Deutsche Kinderschutzbund rechnet mit einer Zunahme von Gewalt gegen Kinder, weil viele Familien in der Corona-Krise besonders unter Druck stehen. „Ein großes Problem ist häusliche Gewalt gegen Kinder, die jetzt zunehmen wird“, sagte Verbandspräsident Heinz Hilgers der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Der Druck auf die Familien wächst, zugleich entfallen viele Sicherungsnetze.“

5:14 Uhr: 95 Prozent der Deutschen befürworten Kontaktsperre
Die massive Beschränkung von Sozialkontakten durch Bund und Länder trifft in der Bevölkerung auf sehr große Zustimmung. 95 Prozent der Deutschen befürworten, dass sich jetzt nicht mehr als zwei Menschen gemeinsam in der Öffentlichkeit aufhalten dürfen, wie eine am Montagabend in Köln veröffentlichte ARD-Umfrage ergab. Lediglich drei Prozent der Bundesbürger lehnen diese sogenannte Kontaktsperre ab. Das Institut Infratest dimap befragte im Auftrag der ARD 1.006 Wahlberechtigte.

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