+++ Newsticker zu Corona +++

Eilantrag gegen Gottesdienstverbot abgewiesen

Das Coronavirus stellt auch das kirchliche Leben auf den Kopf. Hier halten wir Sie immer auf dem Laufenden.

15:25 Uhr: Flüchtlingsrat und Kirche fordern Unterstützung für Flüchtlinge
Die evangelische Kirche und der Flüchtlingsrat Berlin fordern angesichts der Corona-Krise mehr Unterstützung für Flüchtlinge. Für Menschen in Sammelunterkünften, Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus sowie ohne Krankenversicherung bestehe häufig kein ausreichender Infektionsschutz und kein Zugang zu medizinischer Versorgung, erklärte der Flüchtlingsrat am Mittwoch. Dasselbe gelte für Wohnungs- und Obdachlose.

15:22 Uhr: Spahn verspricht Exit-Konzept bis Ostern
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will bis Ostern Ideen vorlegen, wie das öffentliche Leben in der Corona-Krise mindestens in Teilen wieder möglich werden kann. Die Frage, „wie wir diesen Krisenmodus verlassen, wird jeden Tag wichtiger“, sagte Spahn in einem Interview mit der Wochenzeitung „Die Zeit“. „Bis spätestens Ostern will ich darauf eine gute Antwort geben können“, sagte er. Der Minister ergänzte, gebraucht würden Konzepte, die speziell auf Ältere und chronisch Kranke zugeschnitten sind. „Wenn wir sie schützen, können wir gleichzeitig an anderen Stellen wieder normales Alltagsleben ermöglichen“, erläuterte Spahn: „Wir werden die Älteren also möglicherweise über mehrere Monate bitten müssen, ihre Kontakte stark einzuschränken und im Zweifel zu Hause zu bleiben.“

13:19 Uhr: Menschen werden gestärkt aus Krise gehen 
Der Zukunftsforscher Horst Opaschowski ist davon überzeugt, dass die Menschen als gestärkte Gesellschaft aus der Corona-Pandemie herauskommen. „Jetzt bildet sich eine Selbsthilfegesellschaft aus der Einsicht, aufeinander angewiesen zu sein“, sagte Opaschowski dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Opaschowski glaubt auch, dass sich positive Veränderungen für viele Menschen ergeben, deren Jobs heute schlecht bezahlt sind. „Jeder spürt plötzlich ziemlich nah, wie ungerecht es zugeht bei der Bezahlung der Berufe, die unsere Strukturen unter hohem persönlichem Einsatz aufrechterhalten.“

11:35 Uhr: Plattform „nebenan.de“ erweitert sein Angebot
Die 2015 gegründete Internet-Kontaktbörse „nebenan.de“ boomt in Zeiten der Corona-Krise. „Unsere täglichen Neuanmeldungen haben sich im Schnitt vervierfacht“, sagte der Gründer der Plattform, Christian Vollmann, am Mittwoch dem Evangelischen Pressedienst (epd). Nachbarschaftshilfe sei gerade in dieser Zeit besonders wichtig und betreffe alle. „Derzeit beobachten wir eine Welle der Solidarität auf der Plattform, und das freut uns sehr“, sagte der Geschäftsführer.

10:47 Uhr: Missbrauchsbeauftragter besorgt um Kinder in Isolation
Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, ist besorgt um Opfer sexueller Gewalt, die sich wegen der Corona-Pandemie schwerer Dritten anvertrauen können. „Für Kinder und Jugendliche, die sexuellem Missbrauch in der Familie ausgesetzt sind, können die aktuellen Einschränkungen bedeuten, dass Täter und Täterinnen noch unbemerkter vom sozialen Umfeld sexuelle Gewalt ausüben können“, erklärte Rörig am Mittwoch in Berlin. Er rief die Bevölkerung auf, trotz der Umstände aufmerksam zu sein.

8:11 Uhr: Bedford-Strohm: „Beten Sie mit!“
Das gemeinsame Gebet des Vaterunsers rund um den Globus ist für den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, ein wertvolles Zeichen der Verbundenheit und des Vertrauens in der Corona-Krise. „Das ist ein schöner Ausdruck der weltweiten Verbindung der Christinnen und Christen in diesen Tagen“, sagte Bedford-Strohm in einem am Mittwochmorgen auf Facebook veröffentlichten Video mit Blick auf den Aufruf von Papst Franziskus zum gemeinsamen Gebet zur Mittagszeit. „Wir werden verbunden sein mit all denen in aller Welt, die zur gleichen Zeit mit uns das Vaterunser beten.“

7:32 Uhr: Hilfsorganisationen besorgt über Versorgungslücken
Die Organisation „Ärzte der Welt“ und rund 40 weitere Organisationen haben sich in einem Offenen Brief besorgt über medizinische Versorgungslücken gezeigt. „Hunderttausende Menschen in Deutschland haben keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu notwendiger Gesundheitsversorgung – dies sind zum Beispiel Menschen ohne Krankenversicherung, Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus oder erwerbslose EU-Bürger und Bürgerinnen“, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben. Zu den Unterzeichnern zählen unter anderen der Paritätische Gesamtverband, Diakonie Deutschland, der Jesuiten-Flüchtlingsdienst und die Deutsche Aidshilfe.

1:02 Uhr: Höhere Löhne für Leistungsträger in der Krise
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat Lohnerhöhungen für Arbeitnehmer gefordert, die eine besondere Last in der Corona-Krise tragen. „Wir sehen gerade unglaublich viele Heldinnen und Helden des Alltags. Die haben nicht nur warme Worte, sondern langfristig auch bessere Löhne verdient“, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). Auf die Nachfrage, was kurzfristig gelten solle, fügte Heil hinzu: „Wo das möglich ist, sollten jetzt schon höhere Löhne für Kassiererinnen oder Pfleger gezahlt werden.“ Allerdings könne man das nicht staatlich verordnen.

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