+++ Newsticker zu Corona +++

Hannoversche Landeskirche lädt zu digitaler Abendmahlsfeier ein

Das Coronavirus stellt auch das kirchliche Leben auf den Kopf. Hier halten wir Sie immer auf dem Laufenden.

17:53 Uhr: Hannoversche Landeskirche lädt zu digitaler Abendmahlsfeier ein
Vor dem Osterfest hat die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers angesichts der Corona-Pandemie erstmals zu einer digitalen Abendmahlsfeier eingeladen. In einem Video werden die Zuschauer dabei aufgerufen, zu Hause auf einem Tisch ein Stück Brot bereitzulegen, ein schönes Gefäß mit Wein oder Weintraubensaft zu füllen und dazu eine Kerze anzuzünden. Während sie sich das online gestreamte Video ansehen, können sie dann zu Hause das Abendmahl mitfeiern. Die Feier wurde ohne Besucher vor Ort in der Kapelle des Hauses kirchlicher Dienste in Hannover aufgezeichnet. Sie wird gestaltet vom Geistlichen Vizepräsidenten des Landeskirchenamtes in Hannover, Arend de Vries, und der Chefredakteurin des Evangelischen Kirchenfunks Niedersachsen-Bremen, Katharina Hagen. Der Kirchenfunk hat das Video produziert. Es ist auf Youtube, Facebook sowie auf www.landeskirche-hannovers.de abrufbar.

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15:09 Uhr: Seemannsmission bietet Online-Seelsorge für Seeleute
Die Deutsche Seemannsmission (DSM) hat vor dem Osterfest eine Chat-Plattform für Seeleute eingerichtet. Hier könnten sie mit Hauptamtlichen der Seemannsmission in Kontakt treten, kündigt DSM-Generalsekretär Christoph Ernst an. Die Seeleute würden mit ihren Sorgen und Nöten auf professionelle Seelsorger, erfahrene Sozialarbeiter und psychosoziale Fachkräfte treffen, die sich mit der besonderen Lebenssituation und der Arbeitswelt von Seeleuten auskennen. Seeleute seien an Bord zahlreichen Belastungen ausgesetzt und hätten auch schon vor der Corona-Krise nicht immer die Möglichkeit gehabt, ihr Schiff zu verlassen, sagte der Hamburger Seemannspastor Matthias Ristau, der das Projekt inhaltlich begleitet.

10:46 Uhr: Open-Air-Gottesdienste in MV erlaubt
Nach einem Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Mecklenburg-Vorpommern (OVG) in Greifswald sind Gottesdienste unter freiem Himmel auch während der Corona-Krise im Prinzip erlaubt. Notwendig sei allerdings eine Genehmigung, die von der Versammlungsbehörde und der zuständigen Gesundheitsbehörde gemeinsam erteilt werden müsse, teilte das OVG am mit. Das OVG hatte in einem Eilverfahren über mehrere Vorschriften der SARS-CoV-2 Bekämpfungsverordnung der Landesregierung entschieden. Grundsätzlich gelte das von der Landesregierung erlassene Verbot von Gottesdienstfeiern in Kirchen, Moscheen, Synagogen, Kapellen und anderen Orten, so das OVG. Das Grundrecht auf freie Religionsausübung werde durch dieses Verbot angesichts der aktuellen Situation nicht unverhältnismäßig eingeschränkt. Die Ausnahmebestimmung für Veranstaltungen unter freiem Himmel gelte im Übrigen für alle Glaubensgemeinschaften. Das Gericht hatte die Nordkirche zum Verfahren beigeladen.

9:17 Uhr: „Arche“ versorgt über 1.500 Familien mit Hilfspaketen
Das christliche Kinder- und Jugendwerk „Die Arche“ hat nach eigenen Angaben in der Corona-Krise bislang mehr als 1.500 Familien bei Hausbesuchen mit Hilfspaketen versorgt – darunter auch Menschen in Göttingen und Hamburg. Auch das Konzept der „virtuellen Arche“ greife, sagte „Arche-Gründer“, Pastor Bernd Siggelkow in einer Videobotschaft: „Wir bleiben mit den Kindern und Familien digital und telefonisch in Verbindung, in WhatsApp-Gruppen und per Livestream.“ Dabei sei aber zu merken, dass die Menschen mehr Kontakt brauchen, sagte Siggelkow. Viele wüssten nicht mehr, wie sie sich zuhause beschäftigen sollen. Manche hätten keine Kraft mehr. Die Angst vor häuslicher Gewalt steige zunehmend. Auch deswegen seien die Mitarbeiter der „Arche“ 24 Stunden am Tag für die Kinder und Familien erreichbar.

Mittwoch, 8. April
17:55: Uhr: Eilantrag gegen Gottesdienstverbot abgewiesen
Das Verwaltungsgericht Hannover hat einen Eilantrag gegen ein von der Region Hannover verhängtes Gottesdienstverbot abgelehnt. In seiner Begründung kommt das Gericht zu dem Ergebnis, dass das Recht auf freie Religionsausübung weniger wiegt als der Schutz von Leben und Gesundheit der Bevölkerung. Der Antragsteller hatte sich beim Gericht gegen die Beschränkungen der Religionsausübung für christliche und jüdische Gemeinschaften gewandt und auf die elementare Bedeutung des Osterfestes sowie des Passach-Festes für die Gläubigen verwiesen. Eine Allgemeinverfügung, die unter anderem das Feiern von Gottesdiensten untersagt, war in der Region Hannover im Zuge der Corona-Krise am 17. März in Kraft getreten.

16:46 Uhr: Kirchlicher Ostergruß mit dem Flugzeug
Weil wegen der Corona-Krise die Ostergottesdienste ausfallen müssen, hat sich der evangelische Kirchenkreis Plön-Segeberg einen besonderen Ostergruß einfallen lassen: Am Ostersonntag, 12. April, wird ab 13 Uhr ein Flugzeug über alle Kirchen im Kirchenkreis fliegen und auf einem 35 Meter langen Banner eine besondere Osterbotschaft hinter sich herziehen, wie der Kirchenkreis am Mittwoch ankündigt. Was auf dem Banner stehen wird, ist noch geheim. „Mit der Flugzeugaktion wollen wir zusätzlich möglichst viele Menschen erreichen, ohne die vom Land vorgegebenen Schutzmaßnahmen zu übertreten“, sagte Propst Erich Faehling. Eine solche Aktion sei für Ostern passend. „Das ist ein Hoffnungsimpuls, direkt vom Himmel.“ Geflogen wird die rote Piper PA-12 „Super Cruiser“ von Jean-Philipp Sievers. Innerhalb von vier Stunden will der Berufspilot in etwa 300 Meter Höhe den Kirchenkreis überfliegen, der von Laboe im Norden über Preetz, Plön, Bad Segeberg und Bad Oldesloe bis Bargfeld-Stegen im Süden reicht. Die genaue Route ist noch offen.

14:49 Uhr: Ostergottesdienst mit Kirchenpräsident Heimbucher im Internet
Der evangelisch-reformierte Kirchenpräsident Martin Heimbucher wird aus Leer zu Ostern im Internet predigen. Wegen der Corona-Krise sei bereits ein Online-Gottesdienst in der Großen Kirche in Leer aufgezeichnet worden, teilt Kirchensprecher Ulf Preuß mit. Der Gottesdienst werde ab Sonnabend, 11. April, um 18 Uhr über die Internetseite der reformierten Kirche und in den Sozialen Medien zu sehen sein. „Es tut weh, dass wir die Ostergottesdienste 2020 nicht in echter Gemeinschaft in unseren Kirchen feiern können“, sagte Heimbucher. Das Format der Online-Gottesdienste biete aber auch die Chance, Menschen anzusprechen, die nur selten zur Kirche kämen. Damit dies gelinge, sei der Gottesdienst auch nur halb so lang wie gewohnt. Statt des üblichen Kirchencafés nach dem Gottesdienst, stehe er für Gespräche am Telefon am Ostersonntag zwischen 11 und 12 Uhr unter der Nummer 0175/4333215 bereit, sagte Heimbucher. Zur Evangelisch-reformierten Kirche mit Sitz in Leer gehören rund 171.000 Mitglieder in 145 Gemeinden zwischen Ostfriesland und dem Allgäu.

12:15 Uhr: Theologin leiht ihre Bücher aus
Ostern, Corona, Solidarität: Die frühere Leiterin der Mecklenburger Evangelischen Frauenhilfe, Pastorin Hanna Strack, bietet in der Corona-Krise allen Interessierten an, sich bei ihr Bücher auszuleihen. Sie tue das gern, teilte die 83-jährige Theologin und Autorin in Pinnow bei Schwerin mit. „Ich bin ja eine Bücherfrau, schreibe gerade meine Biografie. So kann ich helfen.“ Zu ihrer Bibliothek gehören Kriminalromane, Romane, Märchen, Biografien, Fachliteratur zu Theologie, Philosophie, Psychologie und frauenspezifische Themen. Interessierte könnten sich bei ihr unter Telefon 03860/580035 melden, sagte Strack. Sie würde dann die Bücher auf die Terrasse vor ihrem Haus in Pinnow zum Abholen legen. Je Buch könnten die Ausleihenden 50 Cent dorthin legen – als eine Art Schutzgebühr. „Es ist besser, wenn es was kostet. Und nicht zurückgegebene Bücher kann ich damit nachkaufen.“ Die Theologin stand von Mai 1994 bis zum Eintritt in den Ruhestand im Herbst 1997 an der Spitze der Mecklenburger Frauenhilfe. Sie war zuvor als Religionspädagogin im bayerischen Staatsdienst tätig.

9:08 Uhr: Kirchen in Niedersachsen können zum stillen Gebet an Ostern öffnen
Kirchengebäude in Niedersachsen können während der Corona-Krise künftig zur persönlichen Andacht geöffnet werden. Einzelnen Gläubigen könne damit bereits an Karfreitag und Ostern das stille Gebet in einer Kirche ermöglicht werden, teilt die Konföderation evangelischer Kirchen mit. Das habe der Krisenstab des Landes den Kirchen in einem Brief mitgeteilt. Zu Einsätzen der Ordnungsbehörden in Kirchen werde es nicht kommen. Gottesdienstliche Versammlungen sind wegen der Pandemie aber weiterhin verboten. „Ich bin froh, dass es nun eine Regelung für die Öffnung der Kirchen zum stillen Gebet gibt“ sagte der Ratsvorsitzende der Konföderation, Landesbischof Ralf Meister aus Hannover. So hätten die Gemeinden jetzt Sicherheit. Die Entscheidung, ob eine Kirche geöffnet wird, treffen die Pastoren gemeinsam mit dem Kirchenvorstand vor Ort. Diese sind laut Meister auch dafür verantwortlich, dass die Abstandsregeln und Hygienevorschriften eingehalten werden.

Dienstag, 7. April
17:08 Uhr: Theologin Käßmann sieht in Hilfsaktionen „Auferstehungsgeschichten“
Die hannoversche Theologin Margot Käßmann (61) sieht in den derzeit aufgrund der Corona-Krise laufenden Hilfsaktionen vieler Menschen österliche „Auferstehungsgeschichten“. „Von Menschen, die aufstehen gegen Einsamkeit, Angst und Krankheit“, sagte die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) dem Evangelischen Pressedienst (epd). Wenn einer für den Nachbarn einkaufen gehe, eine freiwillig Dienst tue in einem Pflegeheim, wo allerorten Verkäuferinnen die Regale auffüllten und an der Kasse säßen – „überall ereignen sich Geschichten der Hoffnung und der Liebe“. Vom bevorstehenden Osterfest erhofft sich Käßmann einen Schub an Mut, Hoffnung und Lebensfreude. „Ostern steht für Zuversicht“, betonte die Theologin.

16:10 Uhr: Nordkirche gibt 15.000 Euro für Partnerkirchen 
Die Nordkirche hat einen Nothilfefonds für Partnerkirchen in Afrika, Indien, Lateinamerika, Ostasien, Osteuropa und dem Mittleren Osten aufgelegt, die von den Folgen der Corona-Pandemie besonders betroffen sind. Als Soforthilfe werden 15.000 Euro bereitgestellt, teilt die Nordkirche mit. Zugleich rief sie zu weiteren Spenden auf. In vielen Partnerkirchen spitze sich die Situation zu, sagt Ökumene-Direktor Christian Wollmann. Es fehle an Krankenhausausstattung und Hygieneartikeln. Außerdem litten viele Menschen Hunger. Die Kirchen wüssten nicht, wie sie ihre Mitarbeitenden bezahlen sollen. „Trotz unserer eigenen Ängste und Sorgen dürfen wir jetzt nicht nur an uns selber denken“, sagt Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt. In der globalisierten Welt müssten die Kirchen ihre christliche Verantwortung für ein Miteinander der Völker in Frieden, Menschlichkeit und gegenseitiger Achtung gemeinsam wahrnehmen.

15:12 Uhr: Alternativen zum Lübecker Kreuzweg
Der älteste Kreuzweg Deutschlands am Karfreitag durch die Lübecker Altstadt fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Krise aus. Doch die Kirchen wollen mit Alternativangeboten eine virtuelle Teilnahme ermöglichen. So wird am Karfreitag um 10 Uhr ein Radio-Gottesdienst zum Kreuzweg aus der St. Jakobi-Kirche vom Offenen Kanal (FM 98,8 oder www.oksh.de/hl) übertragen, wie der Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg mitteilt. Außerdem wird ein Video mit den Beteiligten an den fünf Stationen des Kreuzweges erstellt, das ab Karfreitag auf Youtube zu sehen sein wird. Ältere Menschen ohne Computer können sich die Ansprachen des Kreuzwegs am Telefon anhören. Thema des diesjährigen Kreuzwegs ist das Corona-Virus. Es solle an die vielen Menschen erinnert werden, die in diesen Wochen eine leidvolle Zeit durchleben müssen, sagte Jakobi-Pastor Lutz Jedeck. „Manche bis zum Tod.“

12:25 Uhr: Schließung von Flüchtlingsheimen in MV gefordert
Mehr als 1.350 Menschen haben bisher eine Online-Kampagne unterstützt, in der zum Schutz vor einer Coronavirus-Infektion die Schließung der Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in Mecklenburg-Vorpommern gefordert wird. Wie die antirassistische Initiative Pro Bleiberecht als Initiatorin der Petition „Schutz vor Corona“ mitteilte, seien die Unterschriften innerhalb einer Woche zusammengekommen. Für Geflüchtete dürften keine anderen Regeln gelten als für Deutsche, erklärte Hanna Berth von Pro Bleiberecht. Wo das passiere, müsse von institutionellem Rassismus gesprochen werden. „Und den sehen wir, wenn Geflüchtete nicht die gleichen Rechte und Möglichkeiten haben, sich selbstbestimmt gegen das Virus zu schützen.“

9:23 Uhr: EKD-Kirchen erwarten Kirchensteuer-Minus bis zu 15 Prozent
Die evangelischen Kirchen in Deutschland stellen sich wegen der Coronakrise auf einen drastischen Rückgang der Kirchensteuereinnahmen in diesem Jahr ein. „Wir sind von den Auswirkungen ebenso betroffen wie alle anderen gesellschaftlichen Bereiche und rechnen mit deutlichen Einbußen in diesem Jahr“, sagte der rheinische Präses Manfred Rekowski dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Es gibt zwar noch keine seriösen Prognosen, aber wir rechnen EKD-weit derzeit mit einem Minus von 10 bis 15 Prozent. Das Kurzarbeitergeld ist steuerfrei, damit entfällt auch die Kirchensteuer“, erläuterte Rekowski. In Nordrhein-Westfalen werde Unternehmen zudem die Möglichkeit eingeräumt, Steuerzahlungen aufzuschieben – auch das wirke sich zwangsläufig negativ auf den Fluss der Kirchensteuermittel aus.

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