Tücken der Technik

Warum ein Mini-Computer Kirchenbesucher frieren lässt

Anlage öffnet unkontrolliert Kirchenfenster. Jetzt sucht die Gemeinde in Hamberge einen Technik-Experten.

In der Kirche von Hamberge ist es momentan eher kühl

In der Kirche von Hamberge ist es momentan eher kühl Foto: Kresspahl / Wikimedia Commons

Lübeck. Die evangelische Kirchengemeinde Hamberge (bei Lübeck) bekommt ein Computerproblem nicht in den Griff und muss deshalb in ihrer Kirche häufig frieren. Grund ist die neu eingebaute Heizungs- und Lüftungsanlage in dem mittelalterlichen Gotteshaus. Die Anlage werde per Mini-Computer gesteuert und kein Gemeindemitglied könne sie bedienen, sagte Pastor Erhard Graf. Folge sei, dass sich zwei Kirchenfenster unkontrolliert öffnen und schließen. Das sei bei kalten Temperaturen "kein Spaß mehr".

Nun sucht der Kirchengemeinderat händeringend einen ehrenamtlichen Helfer, der die Steuerung richtig programmieren kann. "Über eine Rückmeldung würden wir uns sehr freuen", heißt im jüngsten Gemeindebrief. Eigentlich soll die Computer-Steuerungsanlage mit der Heizung das Raumklima optimal regeln. Zwei der sechs Kirchenfenster können automatisch geöffnet werden.

Anlage soll gutes Raumklima schaffen – eigentlich

Es gehe nicht darum, die Kirche ständig zu beheizen, erklärte Graf. Die Anlage soll aber automatisch ein angenehmes Raumklima schaffen. Davon sind die Hamberger derzeit aber weit entfernt. So hätten sich die Fenster jüngst bei frostigen Temperaturen sogar nachts geöffnet, berichtete der Pastor. Am nächsten Morgen sei der Chor zur Probe gekommen und habe ein bitterkaltes Gotteshaus vorgefunden. Auch mit der Glockenschaltanlage klappt es nicht so richtig. Einige Gemeindemitglieder wünschen sich einen Glockenschlag zu Mittag. Auch diese Programmierung funktioniert bislang nicht. (epd)

 

 

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