Aktion zum Jubiläum des Straßenmagazins

Promi-Köche stehen für "Hinz&Kunzt" am Herd

Ein Drei-Gänge-Menü von Tim Mälzer & Co soll 30 Euro kosten. Damit wird ein bezahlbarer Mittagstisch finanziert.

In der "Kunzt Küche" soll gekocht werden

In der "Kunzt Küche" soll gekocht werden Foto: Julia Fischer

Hamburg. Ein Drei-Gänge-Menü von Köchen wie Tim Mälzer, Anna Sgroi oder Marcus Scherer für 30 Euro – im April ist das in der "Kunzt Küche" möglich. Zum 25. Geburtstag des Straßenmagazins "Hinz&Kunzt" kochen vom 4. April an 25 Tage lang 25 Hamburger Köche in einem Restaurant auf Zeit in Eimsbüttel. Das abendliche Drei-Gänge-Menü zum Festpreis diene als Querfinanzierung für den Mittagstisch, der für jedermann bezahlbar sein soll, sagte Chefredakteurin Birgit Müller. "Jeder zahlt, was er kann." 

Die "Kunzt Küche" sei dabei aber nicht als Suppenküche, sondern als Ort der Begegnung gedacht. "Essen verbindet und baut Brücken", so Müller. Welcher Koch wann hinter den Töpfen steht, wird erst am jeweiligen Tag bei Facebook bekanntgegeben. In der Küche stehen auch "Hinz&Kunzt"-Verkäufer, die im Gegensatz zu den Spitzen-Köchen für ihre Arbeit bezahlt werden. Die Profis arbeiten für das Projekt umsonst. 

Ina Müller gibt Charity-Konzert

Das Lokal ist durchgehend geöffnet und bietet 30 Plätze, die abends zwei Mal belegt werden (18 bis 20 Uhr oder 20 bis 22 Uhr). Reservierung und Details gibt es unter www.hinzundkunzt.de. Veranstalter ist der Charity-Verein "Clubkinder", der die Aktion gemeinsam mit dem "Cook Up" in Eimsbüttel, Weidenallee 27, als Geschenk zum "Hinz&Kunzt"-Jubiläum organisiert.

Als "Ausrufezeichen" im Jubiläums-Jahr bezeichnete Müller das ungewöhnliche Restaurant. Parallel dazu kommt im April das neue Sonderheft "Lust auf Grün" heraus. Ina Müller gibt am 25. Juli im Stadtpark ein Charity-Konzert, und am 6. November soll in der Markthalle der Geburtstag des Magazins groß gefeiert werden.

Die erste Ausgabe von "Hinz&Kunzt" erschien am 6. November 1993. Gegründet wurde die Zeitung von dem damaligen Diakoniechef Stephan Reimers, Vorbild war das Straßenmagazin "Big Issue" in London. Gemeinsam mit der Patriotischen Gesellschaft ist das Diakonische Werk Hamburg auch heute noch Gesellschafterin der gemeinnützigen Hinz&Kunzt GmbH. (epd)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Hamburg

Schwere Luftangriffe verwüsteten Hamburg im Juli 1943. Daran will eine Kirchengemeinde erinnern.

Hannover

Mediziner gedenken gemeinsam der Menschen, die ihren Körper nach dem Tod der Anatomie zur Verfügung gestellt haben.

Mecklenburg-Vorpommern

Es gibt laut Bericht nur halb so viele Hospizdienste wie nötig wären. Das Gesundheitsministerium will gegensteuern.