St. Marien

Neue Glocken für Lübecker City-Kirche

Im Gottesdienst am Palmsonntag werden die beiden Glocken feierlich eingeweiht. Doch das neue Geläut ist damit noch nicht komplett.

Arbeiter Gabriel Santos nimmt eine Glocke in Empfang

Lübeck. Die Lübecker City-Kirche St. Marien hat zwei neue Glocken. Die "Ratsglocke" und die "Glocke der Gastfreundschaft" sind per Seilkran in den Nordturm gehievt worden, wie der Kirchenkreis mitteilte. Am Palmsonntag, 14. April, um 10 Uhr werden sie im Gottesdienst feierlich eingeläutet. Prominente Gäste sind Bischöfin Kirsten Fehrs, Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer und Bürgermeister Jan Lindenau (beide SPD). Die Kosten für die neuen Glocken betragen 80.000 Euro. Gespendet wurden sie vom Lübecker Wirtschaftsprüfer und Ehren-Professor Hans-Heinrich Otte (93). Im Mai soll noch eine weitere Glocke folgen.
In den kommenden Tagen bauen Mitarbeiter noch zwei kleine Glockenstühle in den Turm. "Statt bisher sieben erklingen dann insgesamt neun Glocken", sagte Andreas Tech von der Bauabteilung des Kirchenkreises. Bevor die 453 und 580 Kilogramm schweren Glocken erklingen, wird eine neue Läuteordnung programmiert.
Gegossen wurden die Bronzeglocken im November vergangenen Jahres in der Gießerei Rincker im hessischen Sinn. Danach wurden sie gestimmt und mit Schriftzügen versehen: die "Ratsglocke" mit der Inschrift "Suchet der Stadt Bestes" (Jer. 29), die "Glocke der Gastfreundschaft" mit "Die Gastfreundschaft vergesst nicht!" (Hebr. 13,2). Paten der Glocken sind Bürgermeister Lindenau und Bischöfin Fehrs.

Glockenspiel stammt aus Danzig

Auch der Südturm erhält eine neue Glocke, die von einer Einzelperson gespendet wurde. Allerdings wird die 2.400 Kilogramm schwere Glocke aus logistischen Gründen erst später in den Turm eingebaut und Mitte Mai eingeweiht. Zuvor werden 14 der insgesamt 36 Glocken ausgebaut, damit sie in der Glockengießerei in Sinn gestimmt werden können.
Das Glockenspiel stammt ursprünglich aus der Kirche St. Katharinen in Danzig. Es wurde 1953 wiederhergestellt und in den Süderturm von St. Marien eingebaut. Das alte Glockenspiel im Dachreiter wurde in der Lübecker Bombennacht zum Palmsonntag 1942 zerstört. (epd)

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