Billrothstraße

Eltern gehen gegen Kita-Schließung an

Initiative meldet Zweifel an Zahlen an. Kirchenkreis regt einen Runden Tisch an.

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Hamburg. Die Eltern der Kita-Kinder Billrothstraße in Hamburg-Altona wehren sich gegen die angekündigte Schließung der evangelischen Kindertagesstätte. In einem Brief an Kita-Werk, Kirchengemeinderat und den zuständigen Propst Frie Bräsen fordern sie einen zeitlichen Aufschub der Entscheidung. Der Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein plant einen Runden Tisch vor Weihnachten, wie Sprecherin Monika Rulfs auf epd-Anfrage sagte. 

Die Begründungen für die Schließung erschienen ihnen nicht nachvollziehbar, schreiben die Eltern. Die Kosten, die laut Kirchenkreis für relevante Umbauten, etwa im Bereich der Beleuchtung, des Schallschutzes und der sanitären Anlagen notwendig seien, betragen demnach "nur etwa ein Zehntel des angegebenen Betrags". Die geschlossen auftretende Elternschaft habe sofort ihre Bereitschaft erklärt, die Schließung gemeinsam abzuwenden. "Wir haben Architekten, Pädagogen, Geschäftsleute und Kreative in unserem Kreis, die alle hilfsbereit sind. Doch das Angebot wurde abgelehnt."

Mitte November hatte der Kirchenkreis die geplante Schließung bekannt gegeben. Hauptgründe für die Entscheidung seien der schlechte Zustand des Gebäudes sowie die finanzielle und personelle Lage der Kindertagesstätte gewesen. Derzeit werden in der Billrothstraße 36 Kinder betreut. Um das Gebäude aus dem Jahre 1889 zu sanieren, seien rund 300.000 Euro notwendig, hieß es. Diese Summe lasse sich aus den Einnahmen der kleinen Kita nicht erwirtschaften. (epd)

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