Bildung

Akademie Loccum blickt auf Mauerfall zurück

Vor 30 Jahren fiel die Berliner Mauer. Das macht die Akademie Loccum zum Thema einer Tagung. Auch Kirche und Religion stehen im ersten Halbjahr im Fokus.

Im November 1989 tanzten die Menschen auf der Berliner Mauer

Im November 1989 tanzten die Menschen auf der Berliner Mauer Foto: Wikimedia Commons

Loccum/Kr. Nienburg. Der Fall der Berliner Mauer vor 30 Jahren, der Ukraine-Konflikt und die Rüstungskontrolle beschäftigen die Evangelische Akademie Loccum bei Nienburg im ersten Halbjahr 2019. So stellt eine Tagung vom 21. bis 23. Juni die Frage: "Für immer Ost und West?", wie aus dem Halbjahrsprogramm hervorgeht. Auch 30 Jahre nach dem Ende der deutschen Teilung tickten die Menschen in Ost und West oft anders, hieß es. Die Tagung will den politisch-kulturellen Besonderheiten in beiden Teilen Deutschlands nachgehen.

Eine Tagung vom 4. bis 6. April beleuchtet die aktuelle Situation in der Ukraine fünf Jahre nach der Annexion der Halbinsel Krim durch Russland. Mitten in kriegerischen Auseinandersetzungen ringe das Land um seine Existenz als unabhängiger und funktionstüchtiger Staat, erläutern die Initiatoren. Angesichts einer schwächelnden Wirtschaft und eines inneren Reformstaus stelle sich die Frage "Wohin steuert die Ukraine?". Dabei gehe es auch darum, welchen Beitrag Deutschland zur Gestaltung der Zukunft in dem osteuropäischen Land leisten könne.

Jazz-Gesang im Gottesdienst

"Killerroboter" sind Thema einer Tagung zur Rüstungskontrolle vom 15. bis 17. März. Ähnlich wie das autonome Fahren seien autonome Waffen, die selbstständig im Kampf zu Wasser, auf dem Land und in der Luft agieren könnten, heute keine Vision mehr. Eine Tagung vom 24. bis zum 26. Juni will zudem das System der Inneren Sicherheit in Deutschland unter die Lupe nehmen. Der Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember 2016 habe Schwachstellen offenbart, hieß es.

Insgesamt bietet die Akademie von Januar bis August 35 Tagungen an. Im Themenbereich Kirche und Religion geht es unter anderem den Jazz-Gesang im Gottesdienst und um Kirchenlieder zwischen Konservatismus und Protest. In der Sparte Natur und Umwelt steht die Suche nach einem Atommüll-Endlager in Deutschland im Blickpunkt. Die Evangelische Akademie Loccum gehört zu den ältesten und renommiertesten unter den 17 evangelischen Akademien in Deutschland. Zu ihren jährlich etwa 70 Fachtagungen kommen rund 5.000 Besucher. (epd)

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