Verkauf

Gemeindehaus von Neumünster wird Familienzentrum

Die Diakonie des Kirchenkreises kauft das Gebäude für einen Millionenbetrag und hat für die Nutzung auch schon Pläne.

Beim Studium der Baupläne (v.l.): Constanze von Wildenradt, Heinrich Deicke (beide Diakonie Altholstein), Pastorin Angelika Doege-Baden-Rühlmann (Anscharkirchengemeinde) und Propst Stefan Block und Beate Jentzen (Kirchengemeinderat)

Beim Studium der Baupläne (v.l.): Constanze von Wildenradt, Heinrich Deicke (beide Diakonie Altholstein), Pastorin Angelika Doege-Baden-Rühlmann (Anscharkirchengemeinde), Propst Stefan Block und Beate Jentzen (Kirchengemeinderat) Foto: Catharina Volkert

Neumünster. Im Gemeindehaus der evangelischen Anscharkirche im Zentrum von Neumünster soll im nächsten Jahr das "Familienhaus am Anscharforum" entstehen. Die Diakonie Altholstein werde das Gebäude zum 1. Januar 2018 von der Kirchengemeinde kaufen und rund 2,5 Millionen Euro in Kauf und Umbau des denkmalgeschützten Hauses investieren, kündigt Geschäftsführer Heinrich Deicke an. 

Bisher wird das Anscharhaus als Kindergarten und Gemeindehaus genutzt. Der Kindergarten werde in die Trägerschaft der Diakonie übergehen und sämtliche Mitarbeiterinnen übernehmen, versicherte Deicke. Geplant sei, die Evangelische Familienbildungsstätte sowie Beratungsstellen wie das Familienbüro oder die Beratung "Frau und Beruf" in das neue "Familienhaus am Anscharforum" anzusiedeln. Zurzeit arbeiten diese im "Parkcenter" von Neumünster. 

Offene Kirche und Diakonie

Die Anschargemeinde will künftig für ihre Angebote die Anscharkirche nutzen. Dazu ist ein Umbau der Kirche geplant, durch den auch zwei neue Räume entstehen. Die Gemeinde hoffe auf einen Einzug zum 1. Advent 2018, sagt Pastorin Angelika Doege-Baden-Rühlmann. Insgesamt veranschlagt die Gemeinde 400.000 Euro für den Umbau. "Wir setzen somit einen Akzent, der heißt: offene Kirche und Diakonie", sagt Propst Stefan Block. Die Zusammenarbeit von Diakonie und Kirche könne ein Vorbild für andere Gemeinden sein.  

Das Anschargemeindehaus wurde 1903 eingeweiht. Es umfasst 1.250 Quadratmeter und besteht aus vier großen Räumen. Etwa 50.000 Euro musste die Kirchengemeinde bisher jährlich für Heizkosten und Instandhaltung aufbringen. (epd)

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