Kiel

Anbau für Landeskirchenamt eingeweiht

In dem Komplex in der Kieler Altstadt finden jetzt 170 Mitarbeiter Platz. Die Kosten für die Räume betragen 15,7 Millionen Euro – und sind damit exakt im Rahmen.

Landesbischof Ulrich bei seiner Rede

Landesbischof Ulrich bei seiner Rede Foto: Elisabeth Most-Werbeck / Nordkirche

Kiel. Mit einer Feierstunde hat Landesbischof Gerhard Ulrich den Anbau des Landeskirchenamtes in Kiel eingeweiht. Künftig werden in dem Gesamtkomplex in der Kieler Altstadt 170 Verwaltungsmitarbeiter der Nordkirche untergebracht sein. Neben dem Anbau wurde das bestehende Gebäude um ein viertes Geschoss aufgestockt. Ein Teil des Altbaus wird zurzeit noch saniert.

Voraussichtlich im Sommer werden alle Arbeiten abgeschlossen sein, teilte Nordkirchen-Sprecher Stefan Döbler mit. Die Kosten für die gesamten Baumaßnahmen belaufen sich nach derzeitigem Stand auf 15,7 Millionen Euro. Der Um- und Anbau des Landeskirchenamtes war durch die Fusion der drei Landeskirchen Mecklenburg, Pommern und Nordelbien zur Nordkirche im Jahr 2012 nötig geworden. 

Streit um Kosten in der Synode

Der Präsident des Landeskirchenamtes Peter Unruh erklärte in seiner Ansprache, dass sich die Rahmenbedingungen für eine "gelingende interne und externe Kommunikation" durch die neuen Räume erheblich verbessern werden. Die millionenschweren Kosten für die Baumaßnahmen hatten 2014 zu Streit in der Synode geführt, als bekannt wurde, dass der Umbau und die Sanierung des Kieler Gebäudes mindestens 13 Millionen Euro verschlingen würde. Letztlich hatte die Synode die Baumaßnahmen mit Mehrheit beschlossen und einen Kostenrahmen von maximal 15,8 Millionen Euro vorgegeben.

Das Landeskirchenamt ist die oberste Verwaltungsbehörde der Nordkirche mit Sitz in Kiel und einer Außenstelle in Schwerin. Es verwaltet alle Angelegenheiten der Landeskirche. Weitere Aufgaben liegen unter anderem in der Vorbereitung und Umsetzung der Beschlüsse der Kirchenleitung, der Beratung und Unterstützung der Kirchenkreise und Kirchengemeinden und in der Dienstaufsicht über die Pastoren sowie der Mitarbeiter der Landeskirche. (epd)

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