Förderung

Oberkirchenrat fordert mehr Geld für Erwachsenenbildung

Das Land Niedersachsen habe die Mittel zum letzten Mal vor 25 Jahren erhöht, kritisiert die Kirche in Oldenburg.

Bildung von Erwachsenen wird vernachlässigt, sagt die Kirche

Bildung von Erwachsenen wird vernachlässigt, sagt die Kirche Foto: Monkey Business / Fotolia

Oldenburg. In Niedersachsen mehren sich die Forderungen nach einer besseren Förderung der Erwachsenenbildung durch das Land. Der Oldenburger Oberkirchenrat Detlef Mucks-Büker betont, eine Anhebung der Finanzhilfe sei dringend erforderlich. Seit 1993 habe es keine Erhöhung der Mittel gegeben, stattdessen seien die Mittel um 20 Prozent gekürzt worden, kritisiert der unter anderem für die Erwachsenenbildung zuständige Dezernent der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg.

Mucks-Büker schließt sich damit der Kritik des Niedersächsischen Bundes für freie Erwachsenenbildung an. Dessen Vorsitzender Gerhard Wegner hatte bereits im August der Landesregierung finanzielle Vernachlässigung vorgeworfen. Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) habe den Bildungseinrichtungen in Niedersachsen eine Erhöhung der Grundförderung um acht Prozent (3,7 Millionen Euro) in Aussicht gestellt, kritisierte er. Im Haushaltsentwurf seien jedoch keine entsprechenden Mittel vorgesehen.

Sprachkurse betroffen

Der Bund beklagt unter anderem eine geplante Kürzung der Projektmittel für Sprachkurse für Flüchtlinge. Dadurch sei eine konstante Kursvorsorgung nicht mehr gewährleistet, den Geflüchteten würden Bildungs- und Integrationschancen genommen, sagte Wegner. Insgesamt sei eine laufende Anpassung der Finanzierung für die Volkshochschulen, Heimvolkshochschulen, katholische und evangelische Einrichtungen sowie Landeseinrichtungen unbedingt erforderlich.

In jährlich 107.000 Veranstaltungen in ganz Niedersachsen setze sich die Erwachsenenbildung für Demokratiebildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt, Persönlichkeitsbildung und Inklusion, für nachhaltige Entwicklung und das Ehrenamt ein. Bereits aktuell hätten die 87 niedersächsischen Bildungseinrichtungen Schwierigkeiten, die stetig steigenden Kosten zu bezahlen. (epd)

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