Signal gegen die AfD

Rostocker wollen mit Andacht Flagge zeigen

Mehrere Religionsgemeinschaften treffen sich in Rostock zu einer Andacht – um ein Zeichen gegen einen AfD-Aufmarsch zu setzen.

Am Freitag wird für Frauen auf den Philippinen gebetet

Foto: Jens Schulze / epd

Rostock. In Rostock-Evershagen ist am Montag, 12. März, um 17 Uhr eine interreligiöse Andacht in der Thomas-Morus-Kirche geplant. Dazu laden die evangelische Kirchengemeinde Evershagen, die katholische Herz-Jesu-Pfarrei, die Jüdische Gemeinde Rostock, der Islamische Bund Rostock und die Rostocker Baha'i- Gemeinde ein, teilte der Mecklenburger Ökumenepastor Tilman Jeremias mit. Gemeinsam solle für ein friedliches Zusammenleben aller in der Stadt gebetet und eingestanden werden, hieß es. 

Hintergrund sei der für Montag angemeldete Aufmarsch der AfD unter dem Motto "Islamisierung stoppen", hieß es. Im Namen eines vermeintlich christlichen Abendlandes wolle die AfD in Verbindung mit weiteren rechten Kräften Stimmung gegen Muslime in Rostock machen. 

Die AfD habe sich dazu als Ort die Gegend um den geplanten, aber nicht zustande gekommenen muslimischen Gebetsraum in Evershagen gewählt. Mit solchen Botschaften werde "die Spaltung unserer Gesellschaft vertieft und werden weitere Gewalttaten gegen Geflüchtete ausgelöst", so Jeremias. Nach der interreligiösen Andacht bestehe die Möglichkeit, sich an Protestkundgebungen gegen den rechten Aufmarsch zu beteiligen. (epd)

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