Kultur

Celler Synagoge zeigt Ausstellung zu Deportationen nach Riga

Die Schau unter dem Titel „Bikernieki – Wald der Toten“ will an die Schicksale der Menschen erinnern.

Die Celler Synagoge wurde um 1740 erbaut

Die Celler Synagoge wurde um 1740 erbaut Foto: Harald Koch / epd

Celle. Die Deportation deutscher Juden nach Riga steht im Mittelpunkt einer neuen Ausstellung, die in der Synagoge in Celle zu sehen ist. Ziel der Schau unter dem Titel "Bikernieki – Wald der Toten" sei es, an die Schicksale der Menschen zu erinnern, wie die Stadt mitteilt. In den Jahren 1941 und 1942 hätten Nationalsozialisten rund 25.000 deutsche Juden in das besetzte Riga gebracht, um sie schließlich zu töten.

Die Macher geben auch Einblicke, wie das Geschehen dokumentiert, aufgearbeitet und schließlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Zugleich beleuchtet die Ausstellung die Vorarbeit für eine Gräber- und Gedenkstätte, die im Wald von Bikernieki östlich von Riga im Jahr 2001 eröffnet wurde. In dem Wald befinden sich die größten NS-Massengräber Lettlands. Insgesamt erstrecken sich 55 größere und kleinere Gräber über eine Gesamtfläche von 2.885 Quadratmetern. (epd)

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