Küstertag der Nordkirche

Bischof Abromeit würdigt Arbeit der Küster

Der Dienst der Küster sei "praktizierte Gastfreundschaft", lobte der Theologe im Michel.

Nicht nur Kerzen anzünden gehört zu den Aufgaben eines Küsters

Nicht nur Kerzen anzünden gehört zu den Aufgaben eines Küsters Foto: Jens Schulze / epd

Hamburg. Der Greifswalder Bischof Hans-Jürgen Abromeit hat den Küstern in der Nordkirche für ihren Dienst gedankt. Sie sorgten dafür, dass sich Menschen in Kirchen willkommen fühlen und zur Ruhe kommen, sagte Abromeit am Montag in Hamburg beim vierten Küstertag der Nordkirche vor rund 120 Teilnehmern. Die ansprechende und einladende Gestalt eines Kirchenraumes sei für die Feier eines Gottesdienstes unverzichtbar. Der Dienst der Küster sei "praktizierte Gastfreundschaft". 

Organisiert wurde der Küstertag von Tobias Jahn, der seit 26 Jahren Küster im Hamburger Michel und zweiter Vorsitzender des Arbeitskreises Küster der Nordkirche ist. Ein Küster müsse ein Allrounder sein, weil er zuständig sei für Technik, Heizung und Akustik, für Licht und Ton bei Konzerten, für Glockenwartung und deren Programmierung, sagte Jahn. "Wir kümmern uns um die Orgel und sorgen für Kerzen und Blumenschmuck." Viele Küster seien Hobbyhistoriker, die Besuchern gerne in einer Kirchenführung die Schätze ihrer Kirche zeigen.

Anteil der Frauen steigt

Nach Angaben von Jahn gibt es in der Nordkirche 1.200 Küster. Während im Gebiet von Hamburg und Schleswig-Holstein 80 Prozent der Küster hauptamtlich und 20 Prozent ehrenamtlich tätig sind, ist das Verhältnis in Mecklenburg-Vorpommern genau umgekehrt. Der Anteil an Frauen sei in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. 

In Kooperation mit dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt und der Nordkirche bietet der Arbeitskreis für alle Küster in den ersten Dienstjahren eine Grundausbildung an. Weil Küster kein Ausbildungsberuf ist, sei diese kirchliche Grundausbildung eine wichtige Unterstützung, sagte Jahn. Der Küstertag der Nordkirche findet alle zwei Jahre statt. Er dient dem Austausch, der Vernetzung und der Stärkung dieser Mitarbeitergruppe. (epd)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

Top-Thema

Mit einem Empfang ist die Einrichtung an den Start gegangen. Der Greifswalder Bischof Abromeit betonte, wie wichtig professionelle Medienarbeit sei.

Top-Thema

Am 19. Januar ist es ein Jahr her, dass das Erzbistum Hamburg bekannt gab, bis zu acht seiner katholischen Schulen zu schließen. Die Proteste sind...

Hamburg

Der bisherige Vorsitzende Karl-Peter Faesecke gibt sein Amt aus gesundheitlichen Gründen auf. Seine Nachfolgerin kennt sich mit der "Flusi" bereits...