Helmut-Frenz-Preis

Mutige Menschen werden ausgezeichnet

Fünf Nominierte dürfen sich Hoffnungen machen auf den Helmut-Frenz-Preis. Verleihung Anfang Februar in Hamburg-Eimsbüttel.

Gemeinsam lässt sich mit Fundraising viel erreichen

Hamburg. Der Helmut-Frenz-Preis 2016 für engagierte Menschen wird am Donnerstag, 4. Februar, in der Apostelkirche (Eimsbüttel) verliehen. Die mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung wird Menschen und Organisationen zugesprochen, die der Menschlichkeit ein mutiges Beispiel geben, wie der Ida-Ehre-Kulturverein in Hamburg mitteilte, der den Preis gemeinsam mit der ev.-luth. Kirchengemeinde Eimsbüttel auslobt. Es gibt fünf Nominierte.
Chancen auf die Auszeichnung hat Kalliopi Brandstäter, die Gründerin des Förder- und Freundeskreises Ellinikó, der soziale Arztpraxen unterstützt. Ingo Werth, Kapitän und Koordinator der Flüchtlingshilfeorganisation "Sea-Watch", ist ebenso nominiert wie der Verein Hajusom, der Theater, Musik und Tanz für jugendliche Flüchtlinge anbietet, und der Hamburger Fürsorgeverein von 1948. Dieser setzt sich für die Belange von Strafgefangenen und deren Kindern ein, hieß es. Fünfter Nominierter ist der Verein Aktiv gegen Gewalt, der psychosoziale Betreuung von Gewaltstraftätern organisiert.
2014 wurde der Helmut-Frenz-Preis erstmals verliehen und ging an die St. Pauli-Pastoren Martin Paulekun und Sieghard Wilm. Es gehe um Menschen, die helfen und nicht fragen, ob sie dafür etwas bekommen, die mutig sind und handeln, manchmal auch gegen den Widerstand und den Widerspruch von Gesellschaft und Staatsorganen, heißt es in der Ausschreibung.

Wer Helmut Frenz war

Helmut Frenz war 1965 als Seelsorger nach Chile gegangen und dort 1970 Bischof geworden. Von 1975 bis 1986 leitete der Theologe als erster Generalsekretär die deutsche Sektion von Amnesty International. Im Anschluss war er Gemeindepastor in Norderstedt bei Hamburg und Flüchtlingsbeauftragter der damaligen Nordelbischen Kirche. Ab 1999 übernahm er sechs Jahre lang dieselbe Funktion für die Schleswig-Holsteinische Landesregierung in Kiel. Nach Ausübung einer Professur für Menschenrechte in Santiago wurde er 2007 Ehrenbürger. Die letzten Jahre seine Lebens wohnte er in Hamburg-Eimsbüttel. Er verstarb 2011. (epd)
WAS: Verleihung des Helmut-Frenz-Preises
WANN: am Donnerstag, 4. Februar, um 19.30 Uhr
WO: in der Apostelkirche in Hamburg-Eimsbüttel (Bei der Apostelkirche 2)

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