Die Eiche

Lübecker Kolumbarium öffnet für Besucher

Es ist so weit: Zum Tag des Denkmals darf das Kolumbarium zum ersten Mal besucht werden. Entstanden ist es aus einem ehemaligen Kornspeicher – ein ungewöhnliches Projekt.

So soll es im Kornspeicher nach dem Umbau zum Kolumbarium aussehen

Lübeck. Das neue Kolumbarium „Die Eiche“ in Lübeck öffnet am Tag des offenen Denkmals, 12. September, zum ersten Mal seine Türen. „Die untere Etage mit dem Foyer, der Trauerhalle und dem Kapellenraum ist fertig und kann an dem Tag besichtigt werden“, sagte Pressesprecher Holger Iburg dem epd. Wann die beiden oberen Etagen mit den Grabflächen fertig werden, sei noch offen. Grabreservierungen seien aber bereits möglich.

Der ehemalige Kornspeicher an der Untertrave 34 gehörte einst dem Vater von Nobelpreisträger Thomas Mann. Vor sechs Jahren hatte das Unternehmerpaar Peggy Morenz und Michael Angern das siebenstöckige Backsteingebäude gekauft und komplett entkernt. Sie wollen aus dem historischen Gebäude den bundesweit ersten „Gedächtnisspeicher“ machen und den Urnenfriedhof zu einem persönlichen und positiven Ort machen.


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Anders als sonst in Kolumbarien üblich sind stilistisch unterschiedliche Räume vorgesehen. Neben einem Spiegelsaal ist eine Galerie geplant, mit Fotos der Toten auf den Türen für die Urnen. Auch eine Bibliothek mit historischen Urnen zum Mieten wird eingerichtet sowie ein Vitrinenraum, in dem man persönliche Gegenstände der Toten ausstellen kann. Auf jeder Etage soll es Sitzgelegenheiten geben. (epd)

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