Energieeinsparung

„Licht tut der Seele gut“

Lübecks Pröpstin Petra Kallies lobt die Energiesparpläne der Hansestadt. Ab dem 1. September werde die Beleuchtung der Innenstadtkirchen verkürzt.

Auch Lübecks Innenstadtkirchen sollen ab 23 Uhr nicht mehr angestrahlt werden. (Symbolbild)

Lübeck. Die Lübecker Pröpstin Petra Kallies lobt die am Mittwoch präsentierten Energiesparpläne der Stadt. Sie seien „ein wichtiges Signal“, sagte Kallies. Nach mehreren Anfragen bezüglich der Beteiligung des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg am Energiesparen, teilte Kallies mit, dass einige Gemeinden bereits beschlossen hätten, „die Beleuchtung auszulassen beziehungsweise früher abzuschalten“.

Abschaltung betrifft auch Innenstadtkirchen

Die Maßnahmen der Stadt, die auch die Abschaltung der Außenbeleuchtung von öffentlichen Gebäuden vorsehen, betreffen zudem die Innenstadtkirchen. Zum Teil sei die Beleuchtung technisch verbunden, hieß es. Konkret bedeute das, dass die Kirchtürme ab 23 Uhr nicht mehr angestrahlt werden. Zuvor sei die Beleuchtung wochentags bis 1 Uhr und am Wochenende bis 2 Uhr aktiv gewesen.

Mahnung zum „Maßhalten“

Wenngleich Kallies die Energiesparmaßnahmen begrüße, mahne sie doch zum „Maßhalten“. Forderungen nach einer weitgehenden Ausschaltung der öffentlichen Beleuchtung halte sie für problematisch. „Beleuchtung schafft Sichtbarkeit und damit Sicherheit vor Überfällen. Stichwort: Angst-Räume“, so Kallies. Weiterhin sei zu bedenken: „Licht tut der Seele gut“.

Angesichts der Energiekrise plant die Stadt Lübeck zahlreiche Gas- und Stromsparmaßnahmen. Die Hansestadt wolle mit gutem Beispiel vorangehen, sagte Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) bei der Vorstellung des Maßnahmenpakets am Mittwoch. „Umso früher wir jetzt mit Maßnahmen beginnen, umso besser kommen wir durch die Winterzeit.“

Die Sparmaßnahmen sehen neben der Abschaltung der Außenbeleuchtung an öffentlichen Gebäuden unter anderem die Begrenzung der Wassertemperatur in Hallenbädern auf 26°C vor. Außerdem plane die Hansestadt Lübeck eine Sensibilisierungskampagne zum Energiesparen, hieß es.

Bürgermeister appelliert an Betroffene mit niedrigem Einkommen

Des Weiteren seien Hilfen für private Haushalte mit niedrigem Einkommen geplant. „Mich erreichen immer wieder Schreiben von Bürger:innen, die sich schämen, Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch anzunehmen“, so Bürgermeister Lindenau. Er appelliere an die Betroffenen, nicht auf diese Hilfen zu verzichten, „dafür muss sich niemand schämen“. (epd)

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