Umstrittene Fußball-WM

Landesbischof diskutiert – während in Katar der Ball rollt

Am kommenden Sonntag beginnt die umstrittene Fußball-WM in Katar. Zur gleichen Zeit spricht Landesbischof Meister in Hannover über Menschenrechte und erinnert an die Menschen, die beim Bau der WM-Stadien starben.

Hannover. Zeitgleich zum Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar an diesem Sonntag, 20. November, lädt der hannoversche Landesbischof Ralf Meister zu einer Diskussion über Menschenrechte in die Marktkirche in Hannover ein. Seine Gesprächspartner seien der Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland, Markus N. Beeko, und der Präsident des Niedersächsischen Fußballverbands, Ralph-Uwe Schaffert, teilt die Landeskirche mit. Das Gespräch beginnt um 17 Uhr.

„Der Anstoß der Weltmeisterschaft am kirchlichen Ewigkeitssonntag, an dem wir in den Kirchengemeinden an unsere Verstorbenen denken und zu einem bewussteren Umgang mit der Lebenszeit ermutigen, veranlasst mich, an diesem Tag verschiedene Sichtweisen auf die WM miteinander ins Gespräch zu bringen“, betont Meister und ergänzt: „Zugleich gedenken wir mit Musik und Fürbitte der Menschen, die aufgrund der Missachtung der Menschenrechte bei den Bauarbeiten in Katar ums Leben gekommen sind.“

Freude am Sport

Die Vergabe der Fußball-WM nach Katar sei seit Beginn strittig, sagt der Landesbischof. Über Menschenrechtsfragen, Aussagen zu Homosexualität bis zur problematischen Terminierung im Dezember sei bereits auf allen Ebenen diskutiert worden. Gleichzeitig sei die Freude am Sport ein kultur- und völkerverbindender Faktor. Viele Fans freuten sich trotz der Kritik auf ein Sportereignis, das inmitten aller aktuellen Sorgen Menschen ablenke und zusammenhalte. (epd)

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