Lüneburger Heide

Konzertreihe präsentiert Orgelschätze

Vor allem in kleineren Orten sind wertvolle Unikate erhalten. Sie sind jetzt zu hören.

Lüchow/Walsrode. Eine Konzertreihe präsentiert bis Anfang November ausgewählte Orgeln aus der Lüneburger Heide. In verschiedenen Formaten wie Konzerten, Orgelporträts und -führungen oder Orgelreisen erklingen in der Reihe „Orgelschätze in der Lüneburger Heide“ Instrumente zwischen dem Wendland und Walsrode, Wolfsburg und Winsen an der Luhe, wie der evangelische Kreiskantor Axel Fischer mitteilte. Vor allem in kleineren Orten seien bedeutende Instrumente erhalten, darunter einige besonders wertvolle Unikate als letzte Zeugnisse der historischen Orgelbaukunst.

Zudem seien in den vergangenen Jahren mit erheblichem finanziellen Engagement der Kirchengemeinden und der hannoverschen Landeskirche Orgeln neu gebaut oder gründlich instandgesetzt worden, erläuterte der Kantor. „Und dieser Trend wird weitergehen.“ Über die vom Lüneburgischen Landschaftsverband geförderte Reihe informiert ein 40-seitiges Programmheft, das auch unter www.lueneburgischer-landschaftsverband.de nachzulesen ist.

Auf den Spuren von Arp Schnitger

So sind am 12. Mai in der Renaissance-Kirche in Stellichte bei Walsrode Orgel und Trompete mit Klängen aus Früh- und Hochbarock zu hören. Am 24. Mai stellt Fischer in einem Orgelporträt die Philipp-Furtwängler-Orgel aus dem Jahr 1862 in Himbergen bei Uelzen vor.

Im Programm finden sich zudem Konzertreihen wie die „Uelzener Sommerkonzerte“, der „Lüneburger Orgelsommer“ und der „Orgelsommer Gifhorn“. Auch der berühmte Orgelbauer Arp Schnitger (1648-1719), dessen 300. Todesjahr in diesem Jahr begangen wird, habe in der Region durch seine Schüler Spuren hinterlassen, hieß es. Mit Matthias Dropa zum Beispiel ließ sich 1705 ein Schüler Schnitgers in Lüneburg nieder.  (epd)

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