Gespräche laufen

Konfessionelle Krankenhäuser in Oldenburg wollen fusionieren

Gemeinsam bieten das Evangelische Krankenhaus und das katholische Pius-Hospital dann 800 Betten. Bereits jetzt kooperieren beide Kliniken.

Blick auf das Evangelische Krankenhaus in Oldenburg

Oldenburg. Die beiden konfessionellen Krankenhäuser in Oldenburg planen eine gemeinsame Zukunft. Das Evangelische Krankenhaus und das katholische Pius-Hospital wollen sich zu einem Innenstadtkrankenhaus zusammenschließen, wie die Häuser am Mittwoch des Evangelischen Pressedienstes (epd) erklärten. Sie würden dann mit zusammen 800 Betten und knapp 3.000 Beschäftigten zum größten konfessionellen Krankenhaus in Niedersachsen fusionieren, vor dem Agaplesion-Diakonieklinikum Rotenburg.

Das Zusammengehen gehe von zwei gleichermaßen starken, leistungsfähigen und wirtschaftlich gesunden Partnern aus, hieß es. Die beiden Krankenhäuser, die durch ihre christliche Orientierung eine ähnliche Kultur aufwiesen, kooperierten schon seit vielen Jahren etwa im Rahmen des überregionalen Traumazentrums, der Sterilgutaufbereitung oder im Bereich der Gynäkologie und der Geburtshilfe.

„Nur eine scheinbare Sicherheit“

„Zentrales Ziel ist die Zukunftssicherung von noch besserer und langfristig sicherer medizinischer Versorgung für Oldenburg und das Umland“, sagte Alexander Poppinga, Vorstand des Evangelischen Krankenhauses. „Wir sind davon überzeugt, dass angesichts des Trends zur Konzentration im Gesundheitswesen das Beharren auf einem Status quo nur eine scheinbare Sicherheit versprechen würde.“ Zusammen seien beide Häuser „sehr stabil“ für eine maximale Versorgung aufgestellt.

Das Wohl der Mitarbeitenden und der Patienten stünde an oberster Stelle, betonte Elisabeth Sandbrink, Geschäftsführerin des Pius-Hospitals: „Für den positiven Ausgang des Zusammengehens werden jede einzelne Mitarbeiterin, jeder einzelne Mitarbeiter mehr denn je benötigt.“

Noch keine Beschlüsse

Noch haben die Gremien der Krankenhäuser den Angaben zufolge keine verbindlichen Beschlüsse zum Vollzug verabschiedet. Weitere Gespräche sind bis zum Jahresende geplant, 2022 soll die Fusion dann konkret werden. (epd)

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