Kirche des Monats

Kirche mit Auszeichnung

Die evangelisch-reformierte Dorfkirche im ostfriesischen Visquard ist zur "Kirche des Monats" ernannt worden.

Die evangelisch-reformierte Dorfkirche im ostfriesischen Visquard ist zur "Kirche des Monats" ernannt worden.

Gegründet Visquard/Kr. Aurich. Der mittelalterliche Bau wurde von der Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (Stiftung KiBa) zur Kirche des Monats gewählt worden. Das teilte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) mit. Die Stiftung unterstützt die geplante Sanierung der Kirche mit 15.000 Euro. Erbaut ab 1250 aus Backsteinen, betrug die gesamte Bauzeit der evangelisch-reformierte Kirche 25 Jahre.

Der Sakralbau war ursprünglich der Heiligen Margaretha gewidmet

Die Reformation brachte theologische wie bauliche Veränderungen. Der Name verschwand, aus der schwarzen Altarplatte fertigte man eine Grabplatte, die heute an der Ostwand steht. Die zwei Portale an der Nord- und Südseite des Gebäudes wurden vermauert und durch das heutige Westportal ersetzt. Die Orgel stammt mit ihrem Prospekt und den Seitenklappen aus dem Jahr 1660. Die Kanzel schnitzte 1729 der Emder Sargtischler.

Dorfkirche ist „heißgeliebt“ in der Gemeinde

Demnächst sollen Sanierungsarbeiten beginnen. Die Arbeiten an den Außenmauern und am Dachstuhl belaufen sich nach Angaben der EKD auf rund 477.000 Euro. Das Projekt finanziert unter anderem aus Spenden und Rücklagen, sagte Gemeindepastorin Heike Schmid. Auch das nächste Ortskirchgeld sei für diesen Zweck bestimmt. Schmid: „Die Menschen hier haben eine heiße Liebe für und einen fröhlichen Umgang mit ihrer Kirche. Sie kommen hier gern zusammen, feiern Gottesdienst, trinken Kaffee, tauschen sich aus.“

Die Pastorin hofft, dass die Sanierung im Herbst beginnen kann. Gegründet wurde die KiBa-Stiftung von der EKD. Mehr als 3.600 Mitglieder engagierten sich in einem Förderverein, hieß es. Seit 1999 habe die Stiftung insgesamt 33 Millionen Euro für Sanierungsvorhaben bewilligt. Für das laufende Jahr seien bundesweit bereits Förderzusagen über mehr als 1,6 Millionen Euro vorgesehen. (epd)

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