Corona-Pandemie

Kirche Hannovers empfiehlt Gottesdienste mit 2G – und mit Abstand

Wegen der hohen Infektionszahlen reagiert die Landeskirche: In allen Gottesdiensten soll 2G oder 3G gelten. Die neuen Empfehlungen wirken sich auch auf den Gemeindegesang aus – und auf Weihnachten.

Bitte mit Abstand Gottesdienst feiern, rät die Kirche Hannovers

von epd

Hannover. Angesichts der verschärften Corona-Infektionslage hat die Landeskirche Hannovers ihre Handlungsempfehlungen für Gottesdienste überarbeitet. Unter anderem ermutigt sie ihre 1.230 Gemeinden zwischen Hann. Münden und der Nordsee jetzt, Gottesdienste nach den 2G- oder 3G-Regeln anzubieten, wie Deutschlands größte evangelische Landeskirche mitteilt. Gleichzeitig solle es auch weiterhin gottesdienstliche Angebote ohne Zulassungsbeschränkungen geben. In allen Gottesdiensten sollten unbedingt die Abstandsregeln eingehalten werden, auch wenn sie nach 2G oder 3G gefeiert werden, wenn also nur Geimpfte und Genesene oder auch negativ Getestete teilnehmen.

„Ich bin zuversichtlich, dass sich angesichts der großen Vielfalt an gottesdienstlichen Angeboten in unserer Landeskirche alle Menschen auch in dieser Advents- und Weihnachtszeit eingeladen fühlen können“, sagte der Theologische Vizepräsident des Landeskirchenamtes in Hannover, Ralph Charbonnier. Mit ihren Empfehlungen gehe die Landeskirche über die Vorgaben hinaus, die nach der Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen für Religionsgemeinschaften gelten.

Kinder im Fokus

Zwar wäre es bei 2G-Gottesdiensten rechtlich möglich, dass die Teilnehmenden ohne Abstand nebeneinander sitzen, was auch mehr Menschen die Teilnahme ermöglichen würde, sagte Charbonnier. Die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts legten es jedoch nahe, trotzdem die Abstände einzuhalten.

Ungeimpfte brauchen bei einem 3G-Gottesdienst einen Schnelltest Foto: Friedrich Stark / epd

Dabei denkt die Landeskirche vor allem an Kinder. „Auch wenn Gottesdienste nach den 2G-Regeln durchgeführt würden, wären insbesondere Kinder weder geimpft noch genesen und damit einer hohen Infektionsgefahr ausgesetzt.“ Generell empfiehlt die Landeskirche, Gottesdienste mit vielen Kindern und Jugendlichen, etwa beim Krippenspiel, so weit wie möglich ins Freie zu verlagern.

Über die Verordnung hinausgegangen

Auch beim Gesang geht die Landeskirche über die Corona-Verordnung des Landes hinaus. Bei Gottesdiensten ohne Zugangsbeschränkungen solle in Innenräumen auf Gemeindegesang ganz verzichtet werden, empfiehlt sie. Im Freien ist Gesang mit FFP2-Masken möglich. Feiern Gemeinden Gottesdienste unter 2G- oder 3G-Bedingungen, ist in Innenräumen das Singen mit Masken möglich, im Freien auch ohne Maske. „Es ist schmerzlich, auch in dieser Advents- und Weihnachtszeit nur mit Einschränkung singen und musizieren zu können“, sagte Charbonnier. Ein gemeinsames „O du fröhliche“ werde jedoch in den meisten Fällen möglich sein. (epd)

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