#hitzehilfe

Initiative will Obdachlose mit Trinkwasser versorgen

Eine zusätzliche Flasche Wasser einpacken und sie einem Obdachlosen spendieren – dazu will die Kampagne #hitzehilfe viele Menschen anstiften.

Hamburg. Die Obdachlosen-Initiative „Pfand gehört daneben“ hat die Kampagne #hitzehilfe gestartet, um Obdachlose im Hochsommer mit zusätzlichem Trinkwasser zu versorgen. Menschen auf der Straße hätten selten die Möglichkeit, der Hitze zu entkommen, teilt die Initiative mit. Ohne Zugang zu Wasser, Schatten und Sonnencreme würden sie oft unter Wassermangel, Kreislaufproblemen und Verbrennungen leiden. Die Idee ist, zu Hause eine zusätzliche Flasche Wasser einzupacken und sie einem obdachlosen Mitmenschen auf der Straße zu geben.

Der Sommer biete Obdachlosen nur wenig Hilfe, hieß es. Zudem hätten sie in den vergangenen Wochen mit geschlossenen Hilfseinrichtungen, fehlenden Hygienemöglichkeiten und „Social Distancing“ zu kämpfen gehabt. Die Hitzehilfe könne auch psychisch helfen und im Extremfall sogar Leben retten. Viele Menschen auf der Straße seien wegen Vorerkrankungen, Suchtproblemen oder schlechter Ernährung geschwächt.

Viel Solidarität

Ganz neu sei die Idee nicht, so die Initiatoren. Im vorigen Jahr habe der Aufruf 750.000 Menschen erreicht und eine Welle der Solidarität ausgelöst. So sei in Berlin das Konzept „Berlin bleibt cool“ erarbeitet worden, das öffentliche Trinkbrunnen, Sonnenschirme und mobile Wasserteams vorsieht. In Hamburg bietet der Duschbus Obdachlosen eine Abkühlung und Trinkwasser. Gegründet wurde „Pfand gehört daneben“ von der Hamburger Firma Fritz-Kola. Das Wasserprojekt #hitzehilfe wurde zusammen mit der Berliner Karuna Sozialgenossenschaft und der Hamburger Organisation GoBanyo initiiert. (epd)

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