Nordkirche

Im Norden werden weniger Kinder getauft

Auch bei Taufen von Erwachsenen ist der Trend rückläufig, allerdings nur leicht.

Die Taufe ist das zentrale Ritual des Christentums (Symbolbild)

Kiel. Angesichts anhaltend niedriger Geburtenzahlen sind in der Nordkirche weniger Kinder getauft worden. Gab es 2012 in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 15.706 Kindertaufen, so waren es im Jahr 2014 noch 14.173. Dies geht aus einer im Internet veröffentlichten Statistik hervor. Zahlen für 2015 liegen voraussichtlich Ende dieses Jahres vor. Die meisten Christen werden als Kinder getauft.
Bis zum 14. Lebensjahr gelten Taufen als Kindertaufen, danach als Erwachsenentaufen. Auch hier gab es in den drei Nord-Bundesländern Rückgänge. 2012 wurden 3.229 Erwachsene getauft, 2014 waren es 3.126. Die Nordkirche ist ein Pfingsten 2012 vollzogener Zusammenschluss der ehemaligen Landeskirchen von Nordelbien, Mecklenburg und Pommern. Sie hat derzeit 2,13 Millionen Kirchenmitglieder.

Das Ritual der Taufe

Die Taufe ist das zentrale Ritual des Christentums. Mit ihr ist die Aufnahme in die Kirche verbunden. Das Wasser steht als Sinnbild für die Reinigung und Erneuerung des Lebens durch Jesus Christus. Der Reformator Martin Luther (1483-1546) erklärte: "Die Taufe ist nicht allein schlicht Wasser, sondern sie ist das Wasser in Gottes Gebot gefasst und mit Gottes Wort verbunden." Vollzogen wird die Taufe, indem der Pastor oder die Pastorin den Kopf des Täuflings mit Wasser übergießt. Dabei wird die Formel "Ich taufe dich auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes" gesprochen. (epd)

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren